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26.09.2013

12:16 Uhr

Stiftung Warentext findet Keime

Vorsicht vor abgepackten Hähnchenschenkeln

Solange das Mindesthaltbarkeitsdatum nicht überschritten ist, kann man Lebensmittel bedenkenlos verzehren – oder etwa nicht? Laut Stiftung Warentest ist jedes zweite Hähnchen mit Keimen belastet. Note: Mangelhaft.

Selbst die Hähnchenschenkel, die im Test gut abschnitten, sind nicht völlig keimfrei. dpa

Selbst die Hähnchenschenkel, die im Test gut abschnitten, sind nicht völlig keimfrei.

BerlinFrische Hähnchenschenkel sind laut Stiftung Warentest häufig mit Keimen belastet. Im Test fanden die Verbraucherexperten in jedem zweiten Fall zu viele und teilweise krank machende Bakterien, wie die Zeitschrift "test" am Donnerstag aus ihrer Oktober-Ausgabe berichtete. Ein Teil der Erreger war zudem gegen bestimmte Antibiotika resistent. Auffällig war demnach, dass die fünf Bio-Produkte im Test viele Verderbnis- und Krankheitskeime enthielten. Selbst das beste Bio-Produkt erhielt deshalb nur die Note „befriedigend“.

Insgesamt untersuchten die Tester 20 Produkte kurz vor oder am Verbrauchsdatum auf Keime. In neun Fällen waren die frischen Hähnchenschenkel mikrobiologisch nur „ausreichend“ oder „mangelhaft“. Zwar waren alle Produkte frei von Salmonellen. In zwei Fällen jedoch fanden die Tester mehr Listerien als die EU erlaubt. Diese Bakterien können Hirnhautentzündung verursachen und Ungeborene schädigen.

Die Volkskrankheiten der Deutschen

Wirtschaftlicher Schaden

Volkskrankheiten haben nicht nur gesundheitliche sondern auch wirtschaftliche Auswirkungen. Allein im Jahre 2010 waren die Bundesbürger 17,6 Tage im Durchschnitt krankgeschrieben.

Todesursachen

Volkskrankheiten führen nicht zwangsläufig zum Tode. Deshalb ist es wichtig, zwischen Krankheiten und Todesursachen zu unterscheiden. Zu den häufigsten Todesursachen zählen in Deutschland der Herzinfarkt und der Schlaganfall. 42 Prozent der Bundesbürger waren hiervon betroffen.

Krebs

Zu den zweithäufigsten Todesursachen zählt das Krebsleiden mit 35 Prozent. Frauen versterben neben Krebserkrankungen der Verdauungsorgane nicht selten an Brustkrebs. der Darm-und Lungenkrebs ist die häufigste Todesursache bei den männlichen Bundesbürgern.

Depression

Zu den häufigsten Erkrankungen gehört die Depression. Sie belegt den vierten Platz in der Rangliste mit 9,4 Prozent. Unter Depressionen sind unterschiedliche Erkrankungen zu fassen wie beispielsweise Angstzustände.

Burn-out

Unter den Begriff der Depressionen fällt auch das Krankheitsbild des Burn-out Syndroms. Betroffene sind meist körperlich, geistig und emotional erschöpft. Grund für diesen Zustand sind Stress oder berufliche Überbelastung.

Eu-weit belaufen sich die volkswirtschaftlichen Folgekosten auf 20 Milliarden Euro jährlich.

Atemwege

Platz 3 belegen die Atemwegserkrankungen mit 18 Prozent. Mediziner unterscheiden zwischen den oberen und unteren Atemwegen. Zu den Erkrankungen der oberen Atemwege gehören Krankheiten der Nasennebenhöhlen und Kieferhöhlenentzündungen. Die Bronchitis hingegen wird zu den Krankheiten der unteren Atemwege gezählt.

Übergewicht

Gemeinsam mit den Atemwegserkrankungen ist die Fettstoffwechselstörung die dritthäufigste Krankheitsursache in Deutschland. Eine Störung des Stoffwechsels ist das Übergewicht, das auf falsche Ernährung und Bewegungsmangel zurückzuführen ist. Laut des Europäischen Statistikamts sind 60 Prozent der Deutschen übergewichtig.

Diabetes

Eine weitere Fettstoffwechselstörung ist die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus. Dabei wird zwischen Typ 1 und Typ 2 unterschieden. Typ 2 ist auf das Übergewicht zurückzuführen.

Rückenschmerzen

Mit 24,1 Prozent sind die Rückenschmerzen das zweithäufigste Volksleiden der Deutschen. Diese Zahl schlägt sich auch in den Krankheitstagen nieder. 13 Tage lässt sich der Bundesbürger wegen dieser Erkrankung krankschreiben.

Bluthochdruck

25,7 Prozent der deutschen Bundesbürger leiden an Bluthochdruck. Damit belegt diese Erkrankung den ersten Platz. Die Ursachen sind vielfältiger Natur. Außer der genetischen Veranlagung spielen Stress, Bewegungsmangel und ein überhöhter Alkoholkonsum eine wesentliche Rolle. Wird die Erkrankung nicht behandelt, drohen Herzinfarkt und Schlaganfall.

Bei anderen Keimen waren laut „test“ oft Richt- oder Warnwerte der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie überschritten, etwa für Pseudomonaden oder Enterobakterien. Pseudomaden lassen Lebensmittel verderben, Enterobakterien können Krankheiten verursachen. Campylobacter, einen Durchfallerreger und typischen Hühnerhofbewohner, fanden die Prüfer in acht Produkten. Für den Erreger gebe es aber keinen Richtwert.

In zwölf von 20 Hähnchenschenkeln fanden die Tester zudem Bakterien, die gegen bestimmte Antibiotika resistent sind. Der Masseneinsatz von Antibiotika auch bei Hühnern macht Bakterien unempfindlich gegen Arzneien. MRSA ist der bekannteste resistente Keim. Aus Ställen und Schlachthöfen gelangt der Erreger auch in Lebensmittel. MRSA wurde in fünf der getesteten Produkte gefunden.

Kommentare (2)

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in_die_Lobbyfalle_getappt

26.09.2013, 12:37 Uhr

Ah ja. Jetzt hat sich die vom Steuerzahler finanzierte "Stiftung Warentest" also tatsächlich einspannen lassen, die Akzeptanz der Verbraucher für das AMERIKANISCHE VERFAHREN (chloren von Geflügel) einzuleiten.

Das Wirtschaftsabkommen zwischen der EU und den USA nützt NUR den Amis. Der Verbraucher/ Bürger/ Steuerzahler sollte sich wehren - und frühzeitig auf die Barrikaden gehen.

Das ist doch alles soooooooooooo durchsichtig. Schämt Euch.

Account gelöscht!

26.09.2013, 14:53 Uhr

Also, gefrorenes /auch frisches rohes) Geflügel war noch nie harmlos.
Auftauwasser nicht in die Gegend pritscheln, sondern in denn Ausguss, alles was damit in der Küche in Berührung kommt auch abwaschen, Hähnchenteile abwaschen, Pfoten nicht ablecken, sondern auch abwaschen und dann:
Das Vieh bitte durchgaren, nicht noch roh am Knochen aufessen. Diese Erkenntnisse sind so alt wie meine UrUrgroßmutter und ich bin jetzt 60 Jahre alt und habe schon viele Flattertierchen verspeist. (Vegetarier und Veganer mögen mir vergeben).
Nur den neuen Dummland-Generationen muß man erst die einfachsten Grundregeln immer wieder neu vorkauen und beibringen.
Was also soll das ewige Geplärre ?

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