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10.07.2012

16:16 Uhr

Streckennetz ausgedünnt

Air Berlin kappt weitere Verbindungen

Den Einschnitten bei Air Berlin fallen weitere Strecken zum Opfer. Besonders der Flughafen in Hamburg ist davon betroffen. Dort zieht man aus den verlorenen Flügen gleich Konsequenzen - und die betreffen das Personal.

Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Air Berlin. dapd

Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Air Berlin.

BerlinDeutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin streicht weitere Strecken an deutschen Flughäfen. Besonders betroffen ist der fünftgrößte Airport in Hamburg, wo mit dem Winterflugplan nahezu jeder sechste Flug wegfällt. Auch in Stuttgart, Köln und Berlin kappt die angeschlagene Airline einzelne Verbindungen.

„Wir stellen uns effizienter auf und optimieren fortlaufend unser Angebot“, teilte Vertriebschef Paul Gregorowitsch am Dienstag in Berlin. Er machte besonders die Luftverkehrssteuer für die Einschnitte verantwortlich. „Diese außerordentliche Belastung trifft nicht mehr nur die Regionalflughäfen, sondern mittlerweile auch größere Standorte.“

Insgesamt sinke die Kapazität bei Air Berlin im Oktober um zwei Prozent verglichen mit dem Winterflugplan 2011/2012. Wegfallen werden auch die Verbindungen Stuttgart-Mailand, Sylt-Köln und Berlin-Münster.

Hamburgs Flughafen zeigte sich überrascht und kündigte an, bis zum Jahresende keine neuen Leute einzustellen. Air Berlin streicht dort 38 von ursprünglich geplanten 220 wöchentlichen Verbindungen. Betroffen seien die Ziele Karlsruhe, Zürich und Barcelona. Übers Jahr gerechnet fallen damit rund 4000 Flüge weg. Das bedeute 500.000 Passagiere weniger, sagte eine Flughafen-Sprecherin.

Air Berlin schreibt seit Jahren Verluste. Eine Finanzspritze des neuen Partners, der Fluggesellschaft Etihad aus Abu Dhabi, verschaffte dem Management um Vorstandschef Hartmut Mehdorn im Winter etwas Luft. Er hat den Aktionären die Rückkehr in die Gewinnzone zuletzt für nächstes Jahr versprochen.

Von

dpa

Kommentare (5)

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senfra

10.07.2012, 16:36 Uhr

Was erwartet man von Mehdorn.
Erst ruiniert er fast Heidelberger Druck,führt die Bahn in ein Milliarden-Grab und nun geht es Air Berlin an den Kragen.

Wäre doch auch ein guter Minister.

Air Berlin würde gut daran tun seinen Service, besonders beim Einchecken erheblich zu verbessern,sowie seine gebuchten Flugzeiten einzuhalten.

Macht keinen Spaß wenn man einen Flug um 9 Uhr bucht und dieser dann kurzfristig auf 7 Uhr gelegt wird.

Ein Schelm wer böses denkt.

Wie es geht zeigt Lufthansa. Das ist mir einen Aufpreis wert.

Account gelöscht!

10.07.2012, 16:38 Uhr

Danke Ihr Ökosteuer-Gutmenschen, dass ich nicht mehr ab HH fliegen kann!!!

Jetzt muss ich wieder im Dauerstau stehen und auf der A1 die Welt retten.

Enrico

10.07.2012, 16:44 Uhr

Für hemanden, der täglich unter dem Lärm der startenden Maschinen in Hamburg zu leiden hat, kann ich die Streichung der Flüge nur begrüßen. Hoffentlich fallen noch mehr Flüge weg!
Erich R.

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