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22.02.2012

09:20 Uhr

Streik auf dem Vorfeld

Am Frankfurter Flughafen fallen 165 Flüge aus

Am Frankfurt Flughafen sollen am Mittwoch weniger Flüge ausfallen als an den anderen Streiktagen. Erstmals will sich Fraport-Chef Schulte am späten Vormittag auf einer Pressekonferenz äußern.

Die annullierten Flüge am Frankfurter Flughafen. dpa

Die annullierten Flüge am Frankfurter Flughafen.

FrankfurtAm Frankfurter Flughafen sollen am Mittwoch weniger Flüge gestrichen werden als in den vorangegangenen Streiktagen. „Bislang sind für heute 165 Annullierungen gemeldet, bei einem geplanten Gesamtaufkommen von 1260 Flügen“, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport am Mittwochmorgen.

Fraport-Chef Stefan Schulte will sich heute um 11 Uhr in einer Pressekonferenz äußern. In den vergangenen Tagen hatte der Flughafenbetreiber die Kommunikation meist Arbeitsdirektor Herbert Mai überlassen.

Was die Vorfeldmitarbeiter am Frankfurter Flughafen fordern

Mehr Geld für weniger Arbeit

Mehr Geld für weniger Arbeit, so lauten knapp zusammengefasst die Forderungen der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) für ihre Mitglieder am Frankfurter Flughafen. Die Eckdaten nach Angaben vom Flughafenbetreiber Fraport. Die GdF macht bisher keine genauen Angaben. (Quelle: dpa)

Vorfeldkontrolleure

Sie verdienen bislang zwischen 53.000 und knapp 70.000 Euro im Jahr. Die GdF fordert nach Angaben von Fraport eine Steigerung der Grundgehälter auf knapp 80.000 bis 87.000 Euro pro Jahr. Außerdem verlangt die Gewerkschaft zehn Prozent höhere Zulagen und eine um 13 Prozent abgesenkte Arbeitszeit.

Vorfeldaufsicht

Für diese Mitarbeitergruppe soll es nach dem Willen der Gewerkschaft Spitzengehälter von 60.700 Euro im Jahr geben - bislang sind es 42.000 Euro. Die Nettowochenarbeitszeit soll um neun Prozent reduziert werden, die Zulagen sollen um zehn Prozent steigen.

Verkehrszentrale

Als Spitzengehalt sind ebenfalls 60.700 Euro anvisiert - bislang verdienen die Mitarbeiter bis zu knapp 52.000 Euro. Weitere Forderung: Zehn Prozent höhere Zulagen, zehn Prozent weniger Arbeitszeit.

Die Vorfeld-Beschäftigen streiken bereits den fünften Tag in Folge. Der Streik soll noch bis Freitag, 23 Uhr andauern. Sollte Fraport nicht auf die Arbeitnehmer zugehen, könne der Arbeitskampf noch Wochen fortgesetzt werden, droht die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF).

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Der Notbetrieb an Deutschlands größtem Flughafen hat sich inzwischen eingespielt. Am Freitag waren noch 290 Flüge ausgefallen, am Dienstag waren rund 200 Verbindungen gestrichen worden.

Von

rtr

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