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29.08.2011

11:05 Uhr

Streit bei Media-Saturn

Großaktionär Haniel will Schlichtung

Quelle:Reuters

Der Metro-Großaktionär fordert ein Ende des Machtkampfs bei Europas größtem Elektronikhändler Media-Saturn: „Wir hoffen, dass die Gesellschafterversammlung den Weg frei macht für eine vernünftige Arbeitsbeziehung“, sagte ein Haniel-Sprecher am Montag.

huGO-BildID: 22731083 Ein Schild mit dem Logo des Elektronikhaendlers Media-Saturn haengt am Dienstag (19.07.11) in Ingolstadt vor der Unternehmenszentrale der Media-Saturn Holding. Vor dem Landgericht Ingolstadt hat am Dienstag der Prozess zwischen den Altgesellschaftern und dem Mehrheitseigentuemer Metro begonnen. Obwohl Metro ueber 75 Prozent an der Elektronikhandelskette Media-Saturn haelt, kann der Konzern wichtige Entscheidungen bisher nur mit Zustimmung der Media-Saturn-Gruender Erich Kellerhals und Leopold Stiefel treffen. Metro-Vorstandschef Eckhard Cordes hat beklagt, dass die internationale Expansion von Media-Saturn und der ueberfaellige Einstieg in den Internet-Handel dadurch massiv verzoegert wurden, und will das Vetorecht der Alteigner kippen. (zu dapd-Text) Foto: Lennart Preiss/dapd dapd

huGO-BildID: 22731083 Ein Schild mit dem Logo des Elektronikhaendlers Media-Saturn haengt am Dienstag (19.07.11) in Ingolstadt vor der Unternehmenszentrale der Media-Saturn Holding. Vor dem Landgericht Ingolstadt hat am Dienstag der Prozess zwischen den Altgesellschaftern und dem Mehrheitseigentuemer Metro begonnen. Obwohl Metro ueber 75 Prozent an der Elektronikhandelskette Media-Saturn haelt, kann der Konzern wichtige Entscheidungen bisher nur mit Zustimmung der Media-Saturn-Gruender Erich Kellerhals und Leopold Stiefel treffen. Metro-Vorstandschef Eckhard Cordes hat beklagt, dass die internationale Expansion von Media-Saturn und der ueberfaellige Einstieg in den Internet-Handel dadurch massiv verzoegert wurden, und will das Vetorecht der Alteigner kippen. (zu dapd-Text) Foto: Lennart Preiss/dapd

DüsseldorfHaniel hält 34 Prozent am Handelskonzern Metro, der wiederum 75 Prozent der Anteile an Media-Saturn besitzt. Die Gesellschafter von Media-Saturn sollten im Laufe des Tages in Ingolstadt zusammenkommen. Metro-Chef Eckhard Cordes und die Minderheitseigentümer Erich Kellerhals und Leopold Stiefel ringen seit langem erbittert um das Sagen bei Media-Saturn. Der Haniel-Sprecher bestätigte einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“, wonach sich Haniel-Chef Jürgen Kluge und Aufsichtsratschef Franz M. Haniel Anfang August mit Kellerhals trafen, um auszuloten, wie der Streit geschlichtet werden könne. Nähere Angaben machte er nicht.

Medienberichten zufolge plant Kellerhals weitere Nadelstiche in Richtung Cordes. Dem „Spiegel“ zufolge will er auf der Gesellschafterversammlung zwar den sogenannten Cash-Pool-Vertrag verlängern, mit dem die Media-Saturn-Holding überschüssige Barmittel zu günstigen Konditionen an die Metro verleihe. Die Metro solle aber nur noch auf ein Viertel der verfügbaren Gelder zurückgreifen können. Ein Sprecher von Kellerhals' Beteiligungsgesellschaft Convergenta wollte sich dazu nicht äußern. Von der Metro gab es zunächst ebenfalls keinen Kommentar. Spekulationen, der Konzern könne sich von seinen Anteilen an der Elektronikkette trennen, hatte die Metro zurückgewiesen. Für den Handelsriesen sei Media-Saturn ein „integraler Bestandteil“ des Portfolios.

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