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23.09.2014

11:30 Uhr

Streit um Billig-Airline

Air France geht auf Piloten zu

Es scheint, als zeigten die Streiks der Air France-Piloten nun doch Wirkung: Während die Airline zunächst strikt an ihren Plänen zur Ausweitung ihrer Billigtochter festhielt, wackelt diese Standfestigkeit nun offenbar.

Haben sie sich mit ihrem unnachgiebigen Streik schlussendlich durchgesetzt? Die Pilotengewerkschaft SNPL bereitete Air France massive Ausfälle. Reuters

Haben sie sich mit ihrem unnachgiebigen Streik schlussendlich durchgesetzt? Die Pilotengewerkschaft SNPL bereitete Air France massive Ausfälle.

ParisNach anderthalb Wochen Piloten-Streik lenkt die Air-France-Spitze ein und stellt ein Aus der umstrittenen Expansionspläne der Billigtochter Transavia in Aussicht. Das Vorhaben solle zunächst bis Jahresende ausgesetzt werden, sagte der Chef der französisch-niederländischen Fluggesellschaft Air France-KLM, Alexandre de Juniac, dem Radiosender "France Inter" am Dienstag. Falls bis dahin keine Einigung erzielt werde, sei das Management verpflichtet, das Projekt abzubrechen.

Der Druck auf den Konzernlenker ist groß: Die Piloten bestreiken die Airline bereits seit neun Tagen - zwei von drei Flügen sind ausgefallen. Die Arbeitsniederlegungen kosten das Unternehmen jeden Tag zehn bis 15 Millionen Euro. Bis zum Freitag sind noch Ausstände angekündigt. Es wäre der längste Streik in der Geschichte der nach der Lufthansa zweitgrößten europäischen Fluggesellschaft.

Die Gewerkschaften verlangen für die Piloten der Transavia dieselben Verträge wie bei Air France. Zudem befürchten sie, dass mit dem Ausbau der Billig-Airline Arbeitsplätze ins Ausland verlagert sowie Kurz- und Mittelstrecken an das Tochter-Unternehmen übertragen werden. Aus ähnlichen Gründen streikten auch die Piloten der Lufthansa in den vorigen Wochen. Zudem geht es den 5400 Flugzeugführern der Kranich-Linie um die Beibehaltung der bisherigen Frührentenregelung. Seit Ende voriger Woche verhandeln die beiden Tarifparteien wieder.

Von

rtr

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