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12.03.2012

20:40 Uhr

Studie

Mehr als eine Million Zeitarbeiter

ExklusivEine Beratungsagentur schätzt in einer Studie, dass die Zahl der Zeitarbeiter in diesem Jahr im Schnitt die Millionengrenze überschreitet. Der Markt für Leiharbeit hat sich innerhalb von zehn Jahren verdreifacht.  

Für Zeitarbeiter gibt es viele Stellen. dpa

Für Zeitarbeiter gibt es viele Stellen.

MünchenDie Zahl der Zeitarbeiter wächst in Deutschland weiter kräftig. Nach einer Studie der Beratungsagentur Rölfs Partner, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, wird der Markt für Leiharbeit in diesem Jahr erneut um elf Prozent wachsen – nach 19 Prozent im Jahr 2011. „Demnach würde erstmals die jahresdurchschnittliche Anzahl von über einer Millionen Zeitarbeitern im Jahr 2012 überschritten werden“, sagt Branchenexperte Dietmar Flügel von Rölfs Partner. Im vergangenen Jahr waren es noch 982 000. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der Leiharbeiter in Deutschland verdreifacht.

Der Studie zu Folge wächst unter den Anbietern von Zeitarbeit der Druck zu Konsolidierung. Einerseits belaste die Branche die von Gewerkschaften und Politik geforderte gleiche Entlohnung von Stammbeschäftigten und Zeitarbeitern das Geschäft. Zum anderen drohen zahlreichen Unternehmen Nachzahlungen von Sozialleistungen, weil sie mit Spartengewerkschaften unzulässige Tarifvereinbarungen geschlossen haben. „Damit stehen im Nachhinein ca. zwei Milliarden Euro Nachzahlungen allein für die Sozialkassen im Raum, das wird für einige Zeitarbeitsunternehmen existenzgefährdend“, sagt Flügel.

Als Folge dieser Trends erwartet der Branchenexperte eine zunehmende Konsolidierung der Branche.

 

Von

fas

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

13.03.2012, 07:28 Uhr

´„Damit stehen im Nachhinein ca. zwei Milliarden Euro Nachzahlungen allein für die Sozialkassen im Raum, das wird für einige Zeitarbeitsunternehmen existenzgefährdend“´, sagt Flügel.

Existenzgefährdend ist es auch bei einer
Zeitartbeitsfirma beschäftigt zu sein, drückt doch der
Leihsklave von dem was er lohnmässig erwirtschaftet,noch mal 30-50 % an seinen Sklavenhalter ab.

CDU/CSU und FDP sei dank, da sie es sind, die diesen unwürifen Zusatan aufrechterhalten, nach dem SPD/Grüne ihn zunächst "eingeführt" bzw. forciert haben und sich jetzt geläutert zeigen.

Wer nicht mind. "equal pay" für Leiharbeiter fordert, gehört sofort ... ich zensier mich mal lieber selbst.

Account gelöscht!

13.03.2012, 07:56 Uhr

@ missionpossible

Ganz Ihrer Meinung. Dieses Drecksgesinde gehört abgeschafft.
In Deutschland dienen sie Sklavenhändler NUR dem Lohndumping. Zahllose Arbeitssklaven arbeiten überviele Jahre bei diesen Verbrechern, bei evt. krankheitsbedigten Ausfällen werden sie sofort entlassen. Weiterhin ist ein Übergang zu den Ausleihfirmen vertraglich kaum noch möglich. Meist verbieten das die Klauseln. Der von der Politik angehimmelte "Klebeeffekt" dürfte in der Realität < 5% betragen.

Auch volkswirtschaftlich gefährlich, da sie parasitär auf ausgebildete Fachkräfte setzen, selbst aber nicht ausbilden.

Diese Firmen sind die Pest des 21.Jahrhunderts.

Account gelöscht!

13.03.2012, 09:28 Uhr

@ ihr
Welche Klausel soll denn einem einfachen Angestellten verbieten, den Arbeitgeber zu wechseln - dummes Gewäsch.

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