Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.04.2014

17:17 Uhr

Studie

Umsatz im Einzelhandel wird bis 2020 stark sinken

Der Online-Handel boomt, während die Offline-Händler sich auf Rückgänge einstellen müssen: Die deutschen Einzelhandelsgeschäfte werden in den kommenden Jahren rund zehn Prozent weniger Geld einnehmen.

Die Düsseldorfer Einkaufsstraße „Königsallee“. Derzeit reduzieren die Deutschen stark ihre Fahrten in die Einkaufszentren der Städte. Sie kaufen lieber online ein. dpa

Die Düsseldorfer Einkaufsstraße „Königsallee“. Derzeit reduzieren die Deutschen stark ihre Fahrten in die Einkaufszentren der Städte. Sie kaufen lieber online ein.

KölnDie deutschen Einzelhandelsgeschäfte werden einer Studie zufolge in den kommenden sechs Jahren rund zehn Prozent weniger Geld einnehmen. Die Umsätze im stationären Einzelhandel werden von 448 Milliarden Euro im vergangenen Jahr auf 405 Milliarden Euro im Jahr 2020 zurückgehen, wie aus der Studie "Handelsszenario 2020" des Kölner IFH Instituts für Handelsforschung hervorgeht, die AFP am Montag vorlag.

Die Umsatzverluste werden die Einzelhändler den Prognosen zufolge auch nicht vollständig mit dem eigenen Online-Handel kompensieren können. Der Online-Handel der Einzelhändler, die auch Filialen haben, werde von 11 Milliarden Euro im Jahr 2013 auf 34 Milliarden Euro in sechs Jahren wachsen. Werden Online- und stationärer Handel zusammengerechnet, sinken die Umsätze der Unternehmen laut der Prognose um rund 20 Milliarden Euro.

Laut einer Befragung haben bereits jetzt mehr als ein Drittel der Deutschen (37 Prozent) ihre Fahrten in die Stadtzentren reduziert, weil sie mehr Online kaufen. Nicht ganz so bedroht sind die Einzelhändler in Stadtrandgebieten. Dort hatten nur 26,9 Prozent der Befragten angegeben, die Fahrten dorthin wegen des Online-Shoppings verringert zu haben.

Großer Gewinner werden der Studie zufolge die reinen Online-Händler: Die Experten erwarten für diese Unternehmen beinahe eine Verdreifachung der jetzigen Umsätze von 27 Milliarden Euro auf 77 Milliarden Euro. Die Offline-Versandhändler, die per Katalog oder Telefonbestellung verkaufen, müssen sich auf Rückgänge einstellen: Ihr Umsatz halbiert sich der Prognose zufolge von vier Milliarden Euro auf zwei Milliarden Euro.

Von

afp

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

08.04.2014, 10:24 Uhr

Ich versteh die Gesellschaft einfach nicht. Will denn keiner mehr das Produkt vorhaer mal anfassen, im Tageslicht betrachten anprobieren oder ausprobieren??
ARM !!! Echt !!! PS: ach und übrigens, das kostet auch Arbeitsplätze!!!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×