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08.06.2013

16:19 Uhr

Suche nach Nachfolger läuft

Karstadt-Chef Jennings schmeißt hin

Keine Ruhe bei Karstadt: Nach dem Tarifstreit bei der kriselnden Warenhauskette steht einem Medienbericht zufolge ein Wechsel an der Firmenspitze an: Vorstands-Chef Jennings will seinen Vertrag nicht verlängern.

Andrew Jennings ist seit dem 1. Januar 2011 Vorstandsvorsitzender von Karstadt. dpa

Andrew Jennings ist seit dem 1. Januar 2011 Vorstandsvorsitzender von Karstadt.

Berlin/EssenKarstadt braucht wohl einen neuen Chef: Wie die „Bild am Sonntag“ (BamS) aus Aufsichtsratskreisen erfahren haben will, wird der Vorstands-Chef Andrew Jennings seinen Ende des Jahres auslaufenden Vertrag nicht verlängern und solange bleiben, bis ein Nachfolger gefunden ist. Das teilte Jennings laut „BamS“-Informationen Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen beim Treffen am vergangenen Dienstag in Essen mit. Headhunter wurden demnach bereits mit der Nachfolgesuche beauftragt.

Als Grund für die Trennung gelten laut der Zeitung Differenzen über die Strategie zur Rettung der angeschlagenen Warenhauskette. Der Sanierungsplan von Jennings gerate ins Stocken, heißt in den Aufsichtsratskreisen, weil die versprochenen Millionen von Berggruen für die notwendige Modernisierung der Kaufhäuser nicht kommen.

Die wertvollsten deutschen Einzelhandelsmarken (2013)

Rang 10

Douglas

Markenwert: 238 Millionen Dollar
im Vorjahr nicht in den Top 10

Rang 9

Netto

Markenwert: 262 Millionen Dollar
minus fünf Prozent gegenüber 2012

Rang 8

Obi

Markenwert: 283 Millionen Dollar
plus zwei Prozent gegenüber 2012

Rang 7

Rewe

Markenwert: 459 Millionen Dollar
plus 5 Prozent gegenüber 2012

Rang 6

dm

Markenwert: 485 Millionen Dollar
plus 19 Prozent gegenüber 2012

Rang 5

Kaufland

Markenwert: 551 Millionen Dollar
plus zwei Prozent gegenüber 2012

Rang 4

Media Markt

Markenwert: 1,3 Mrd. Dollar
minus drei Prozent gegenüber 2012

Rang 3

Edeka

Markenwert: 1,5 Mrd. Dollar
plus fünf Prozent gegenüber 2012

Rang 2

Lidl

Markenwert: 1,52 Mrd. Dollar
plus acht Prozent gegenüber 2012

Rang 1

Aldi

Markenwert: 2,9 Mrd. Dollar
minus sieben Prozent gegenüber 2012

Quelle

Interbrand, März 2013

Jennings ist seit 1. Januar 2011 Vorstandsvorsitzender von Karstadt. Berggruen hatte den internationalen Handelsexperten und Sanierer nach Essen geholt.

Damit kommt die angeschlagene Warenhauskette nicht aus den Schlagzeilen heraus. Erst diese Woche hatte Berggruen in einem Zeitungsinterview die Gewerkschaft Verdi scharf kritisiert. „Die Verdi-Funktionäre kämpfen gerade bei Karstadt nur um ihre eigene Macht als Gewerkschaft auf Kosten der Belegschaft. Das ist nicht in Ordnung“, sagte Berggruen der „Bild“-Zeitung.

Bei der schwierigen Karstadt-Sanierung sei erst die Hälfte des Weges bewältigt worden. Verdi macht mit Streiks Druck auf den Essener Konzern, seine rund 20.000 Mitarbeiter weiter an den kommenden Tariferhöhungen im Einzelhandel teilhaben zu lassen.

Kommentare (4)

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ichwillauchmehr

08.06.2013, 17:17 Uhr

Verständlich das Jennings hinschmeisst. Die deutschen Gewerkschaften und allen voran die sozialistische Bsirske Kampfbrigarde Verdi sollten geschlossen nach China auswandern.
Hier sind sie lediglich als Wirtschaftsschädlinge tätig.
Karstadt endlich dichtmachen und die Arbeitskämpfer bei der Agentur für Arbeit weiterkämpfen lassen. Vielleicht kann der eine oder andere ja bei Bsirske Rasen mähen oder die Hecke schneiden. Natürlich für lau als hilfe unter Genossen.

Rechner

08.06.2013, 17:49 Uhr

+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte kommentieren Sie zum Thema, bleiben Sie sachlich und beachten Sie unsere Netiquette: www.handelsblatt.com/nettiquette +++

samstagsirre

08.06.2013, 21:18 Uhr

ohne die lohnzugeständnisse der gewerkschaften im 6oo millionen bereich und den geschenken der bundesanstalt für arbeit schlapp 200 millionen ,den gewerbetseuergeschenken der kommunen auf den sanierungsgewinn im bereich von 150 millionen hätte der blender berggruen den laden schon früher an die wand gesetzt

karstadt wird gestrippt.einfach mal überlegen ,wohin die einkaufsrabattpflichtprovisionen hinfließen

als die sklaverei abgeschafft wurde haben auch viele lamentiert,das gleiche geschah bei der abschaffung der kinderarbeit und nun gibts halt immer noch die irren ,die die gewerkschaften zum teufel wünschen,dabei haben die maßgeblich die menschenrechte erkämpft.

ichwillauchmehr-hooffentlich hirn- und santos sind zwei davon

die abhängig beschäftigten mit ihrer geduld garantieren den wohlstand und nicht die kapitaleigner,die wollen alles für sich.

das schreibe ich als exunternehmer ,der immer noch beteiligungen hält.am besten rentieren die,wos nen betriebsrat gibt

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