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09.09.2013

11:22 Uhr

Suntory

GlaxoSmithKline verkauft Getränkesparte

Es geht um Sportdrinks und Fruchtsäfte: Der japanische Konzern Suntory will die Getränkesparte des Pharmaherstellers Glaxosmithkline kaufen. Die Milliardentransaktion soll zum Jahresende abgeschlossen sein.

Nobuhiro Torii, der Präsident von Suntory, plant für 1,6 Milliarden Euro die Getränkesparte des Pharmaherstellers GlaxoSmithKline zu übernehmen. AFP

Nobuhiro Torii, der Präsident von Suntory, plant für 1,6 Milliarden Euro die Getränkesparte des Pharmaherstellers GlaxoSmithKline zu übernehmen.

LondonDer japanische Getränkekonzern Suntory kauft für umgerechnet 1,6 Milliarden Euro Softdrink-Geschäfte des britischen Pharmaherstellers Glaxosmithkline. Mit der am Montag mitgeteilten Übernahme der Marken Lucozade und Ribena baut Suntory seine Präsenz in Europa aus. Lucozade umfasst vor allem Sport- und Energydrinks und Ribena Fruchtsäfte. Die beiden britischen Traditionsmarken sind weitgehend auf den heimischen Markt begrenzt, international sind sie wenig bekannt.

Die Marken brachten Glaxo einen Umsatz von jährlich knapp 600 Millionen Euro. Sie passten nicht mehr zur Konzernstrategie, die eine Ausrichtung auf Schwellenländer vorsieht. Die Briten hatten deswegen im April angekündigt, sich von den beiden Getränkemarken zu trennen. Dass diese an Suntory gehen sollen, war bereits in der vergangenen Woche durchgesickert.

Plätze 1-10 Fruchtsaft-Hersteller

Platz 1: Richard Hartinger (Riha)

Riha ist Deutschlands größter Fruchtsafthersteller. Mit Marken wie Fruchtquell erzielte Riha 2011 einen Absatz von 508,2 Millionen Liter, 276,7 davon in Deutschland. 176,7 Millionen Euro Umsatz bedeuten damit im Vergleich zum Vorjahr einen starken Zuwachs von 11,6 Prozent.

Platz 2: Emig

Die Emig GmbH erzielte 2011 einen Absatz von 433 Millionen Liter – 238,2 davon in Deutschland. Der Umsatz ging im Vergleich zu 2010 etwas zurück: 185 Millionen Euro bedeuten 3,6 Prozent Minus. (Geschätzte Daten)

Platz 3: Eckes-Granini

Eckes-Granini erzielte 2011 nur in Deutschland einen Umsatz von 395 Millionen Liter. Der Umsatz von 329 Millionen Euro bedeutet damit einen ganz leichten Zuwachs von 0,6 Prozent.

Platz 4: Refresco

Die niederländische Holdinggesellschaft Refresco brachte 2011 389 Millionen Liter an den Mann, 241 Millionen davon in Deutschland. Der Umsatz von 137 Millionen Euro bedeutet einen Rückgang um 2,8 Prozent. (Geschätzte Daten)

Platz 5: Stute

Der Getränkesektor des Paderborner Nahrungsmittelunternehmens Stute erzielte 2011 einen Absatz von 275 Millionen Liter, 229 Millionen in Deutschland. Der Umsatz ließ um 3,5 Prozent nach, er betrug 96 Millionen Euro. (Geschätzte Daten)

Platz 6: Valensina/Sportfit

Die Gladbacher Betriebe Valensina und Sportfit erzielten gemeinsam 2011 einen Absatz von 271 Millionen Liter, wovon 221 Millionen in Deutschland verkauft wurden. Die sich ergebenden 165 Millionen Euro Umsatz bedeuten ein Wachstum von 6,5 Prozent.

Platz 7: Niederrhein-Gold

Der in Moers ansässige Safthersteller Niederrhein-Gold erzielt 2011 einen Absatz von 232,5 Millionen Liter, 139,5 Millionen davon in Deutschland. Der Umsatz ging stark zurück: 57 Millionen Euro bedeuten einen Rückgang um 11,8 Prozent. (Geschätzte Daten)

Platz 8: Albi

Der baden-württembergische Getränkehersteller Albi setzte 2011 138 Millionen Liter seiner Säfte ab, 132 Millionen davon in Deutschland. Der Umsatz nahm um 3,3 Prozent zu, er betrug 94 Millionen Euro Umsatz. (Geschätzte Daten)

Platz 9: Punica

Der Fruchtsaft Punica wird von PepsiCo hergestellt und erzielte in Deutschland einen Absatz von 127 Millionen Liter. Das bedeutete mit dem Umsatz 127 Millionen Euro einen Einbruch um 7,3 Prozent. (Geschätzte Daten)

Platz 10: Elro-Gruppe

Die Rostocker Elro-Gruppe verzeichnete 2011 einen Absatz von 124 Millionen Liter, 114 Millionen in Deutschland. Der Umsatz (57,4 Millionen Euro) ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent zurückgegangen. (Geschätzte Daten)

Suntory mit der Tochter Suntory Beverage & Food gehört zu den fünf größten Anbietern der Branche weltweit. Suntory Beverage & Food war erst im Juli an die Börse in Tokio gegangen und hat dabei bei Investoren fast vier Milliarden Dollar eingesammelt. Die Japaner suchen seit längerem nach neuen Umsatzbringern auf ausländischen Märkten. Das Unternehmen hatte 2009 den europäischen Limonadenhersteller Orangina Schweppes übernommen. Zum Konzern gehört auch die japanische Whisky-Marke Yamazaki.

Von

dpa

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