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10.07.2015

10:11 Uhr

Superdry

Japan-Style aus Großbritannien

VonGeorg Weishaupt

Hollywood-Star Idris Elba ist das neue Aushängeschild von Superdry. Die britische Lifestyle-Marke mit dem japanischen Touch will jetzt auch in Deutschland massiv wachsen – vor allem mit eigenen Läden..

Der Hollywood-Schauspieler soll zum Aushängeschild von Superdry werden. dpa - picture-alliance

Idris Elba

Der Hollywood-Schauspieler soll zum Aushängeschild von Superdry werden.

DüsseldorfIdris Elba ist bekannt als unkonventioneller Polizei-Ermittler in der TV-Serie „Luther“. Oder als Nelson Mandela in dem gleichnamigen Kinofilm über den südafrikanischen Freiheitskämpfer. Doch seit neuestem versucht sich der Hollywood-Star in einer ganz neuen Rolle: als Trendsetter in Sachen Mode. Der farbige britische Schauspieler ist der Namensgeber einer Premium-Kollektion der britischen Marke Superdry.

Er zeigte sich vor kurzem, locker die Hände in den Taschen, in einem Sweatshirt mit den großen weißen Buchstaben „IE“ im Londoner Flagshipstore von Superdry. Er bekannte, dass er „kein Stilexperte“ sei, aber er hatte „den Wunsch, einen Einfluss in der Mode zu haben“.

Noch ist Großbritannien der wichtigste Markt für das Label. Reuters

Superdry-Filiale in London

Noch ist Großbritannien der wichtigste Markt für das Label.

Das erhofft sich auch Euan Sutherland, der CEO des britischen Modelabels Superdry. Die neue Zusatzkollektion, die im Herbst in ausgewählte Läden kommt, soll der jungen Marke einen weiteren Schub geben. „Wir wollen vor allem in Deutschland stark wachsen“, sagte Sutherland dem Handelsblatt. Für ihn ist Deutschland der zweitwichtigste Markt nach dem Heimatmarkt Großbritannien.

Noch ist der Abstand allerdings groß. Auf der Insel hat Superdry über 100 Läden, in Deutschland sind es nur 22, davon zwölf eigene, vier mit Franchise-Partnern und sechs Outletstores. Doch das soll sich in den kommenden Jahren ändern. „Wir wollen bis zum nächsten Sommer elf neue Läden in Deutschland eröffnen“, sagte Sutherland, der erst seit Oktober 2014 das Unternehmen führt. Weitere sollen folgen. „Ich kann mir vorstellen, dass wir in rund fünf Jahren in Deutschland soviel Umsatz machen wie heute in Großbritannien“, kündigte er an.

Superdry ist eine junge Marke. Sie wurde erst vor elf Jahren in Großbritannien gegründet. Sie startete mit einem schnörkellosen Design für Freizeitmode, das stark an den japanischen Purismus erinnert. Damit spielt auch das Unternehmen, das den Markennamen abwechselnd englisch oder mit japanischen Schriftzeichen auf die Sweatshirts, T-Shirts oder Hosen druckt. So gelang es dem Newcomer ganz junge Kunden im Alter von 15 bis 25 Jahren zu gewinnen. „Die sind inzwischen auch elf Jahre älter geworden und bleiben uns treu“, beschreibt Sutherland den Reifeprozess der Marke.

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Für das Unternehmen im Markt für gehobene Freizeitmode läuft es weiter gut. Im Geschäftsjahr 2014/15, das am 25. April endete, konnte die an der London Stock Exchange gelistete Supergroup Plc, der Eigentümer der Marke Superdry, ihren Gruppenumsatz um knapp 13 Prozent auf 486 Millionen englische Pfund (knapp 680 Millionen Euro) steigern. Der Gewinn vor Steuern stieg um zwei Prozent auf 63 Millionen Pfund

Branchenbeobachter geben dem jungen Unternehmen gute Chancen, sich in dem hart umkämpften Markt für gehobene Freizeitmode durchzusetzen. „Die sind auf einem guten Weg“, sagt Franz Maximilian Schmid-Preissler von der gleichnamigen Strategieberatung. „Superdry hat ein eigenständiges puristisches Design und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.“

Die Briten eröffnen noch dieses Jahr die ersten Läden in Nordeuropa. Außerdem starten sie mit dem neuen Joint-Venture-Partner Trendy International Group in den chinesischen Markt. „Wir werden im Frühjahr/Sommer nächsten Jahres den ersten Laden in China eröffnen“, kündigte der Superdry-Chef an, der hauptsächlich in der Türkei, in Indien und China fertigen lässt.


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