Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.04.2016

13:26 Uhr

Supermarkt-Fusion

Tengelmann will mit Edeka den Großeinkauf machen

Kürzlich hat Edeka die Ministererlaubnis erhalten, die Supermarktkette Kaiser's Tengelmann übernehmen zu dürfen. Letztgenannte will ihre Einkäufe nun so schnell wie möglich über den Handelsriesen abwickeln.

Kaiser's Tengelmann und Edeka wollen künftig gemeinsam einkaufen – und Rabatte herausschlagen. dpa

Supermarkt-Fusion

Kaiser's Tengelmann und Edeka wollen künftig gemeinsam einkaufen – und Rabatte herausschlagen.

DüsseldorfDie Supermarktkette Kaiser's Tengelmann will nach der Ministererlaubnis für den Zusammenschluss mit Edeka möglichst schnell ihre Einkäufe über den Handelsriesen abwickeln. In einem Eilantrag beantragte das Unternehmen vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf die Aufhebung des vom Bundeskartellamt verhängten Vollzugsverbots für einen gemeinsamen Einkauf, wie ein Gerichtssprecher am Freitag bestätigte. Zuerst hatte die „Lebensmittel Zeitung“ darüber berichtet.

Hat Tengelmann mit dem Eilantrag Erfolg, so könnte die Kette der drohenden langwierigen juristischen Auseinandersetzung um die Ministererlaubnis etwas gelassener entgegensehen. Denn der Bezug der Ware über Edeka könnte Kaiser's Tengelmann zu deutlich wettbewerbsfähigeren Einkaufskonditionen verhelfen und damit die Situation des rote Zahlen schreibenden Unternehmens erleichtern.

Tengelmann-Übernahme: Selbstständige Lebensmittel-Kaufleute im Abseits

Tengelmann-Übernahme

Premium Selbstständige Lebensmittel-Kaufleute im Abseits

Minister Gabriel sperrt selbstständige Händler beim Tengelmann-Verkauf aus. Er will so die Mitarbeiter schützen. Dabei sorgen gerade diese Kaufleute für den Erfolg bei Edeka und Rewe. Sie fühlen sich in ein falsches Licht gerückt.

Kaiser's Tengelmann wollte bereits 2014 die Einkäufe bei Edeka bündeln. Dies war jedoch vom Bundeskartellamt untersagt worden, um eine Vorwegnahme des Zusammenschlusses zu vermeiden.

Die Konkurrenten Rewe und Markant haben vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht Beschwerde gegen die Ministererlaubnis für den Zusammenschluss eingereicht. Die juristische Auseinandersetzung darüber könnte den Zusammenschluss unter Umständen geraume Zeit verzögern.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×