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16.08.2012

17:16 Uhr

Supermarktkette Wal-Mart

In der Heimat stark, im Ausland schwach

Die US-Supermarktkette hat ihre Jahresprognose angehoben. Bei Wal-Mart läuft jedoch noch nicht alles rund: Die Supermarktkette wuchs vor allem im Ausland langsamer als erwartet und auch die US-Kunden sind noch sparsam.

Wal-Mart will die Investitionen in Schwellenländern zurückschrauben. Reuters

Wal-Mart will die Investitionen in Schwellenländern zurückschrauben.

ChicagoDas internationale Geschäft der US-Supermarkt-Kette Wal-Mart wächst nicht mehr so rasant wie bisher. Der weltgrößte Einzelhändler werde deshalb die Ausgaben für neue Filialen in Schwellenländern zurückfahren, sagte Konzernchef Mike Duke am Donnerstag bei der Vorlage der jüngsten Quartalszahlen.

Mehr Grund zur Hoffnung gibt Wal-Mart dagegen das Geschäft auf dem Heimatmarkt, wo der Umsatz im zweiten Quartal abermals gesteigert werden konnte. Damit profitierte auch Wal-Mart von der wachsenden Konsumfreude der US-Verbraucher, die sich aber dem Konzern zufolge beim Shoppen noch immer etwas zurückhalten.

Wal-Mart gilt als Barometer für den Zustand der US-Wirtschaft und bekommt seinerseits die Konjunkturskepsis der Kunden weiter zu spüren. Diese seien stark von ihren laufenden Einnahmen abhängig, so dass sie am Monatsanfang deutlich mehr ausgäben als am Monatsende, sagte Wal-Mart-Finanzvorstand Charles Holley. "Es herrscht noch eine Menge Verunsicherung angesichts der Weltwirtschaft."

Die größten Einzelhändler der Welt

Platz 10

Best Buy (USA)

Das US-Amerikaner aus Richfield, Minnesota sind einer der führenden Anbieter für Unterhaltungselektronik. Der Umsatz im Jahr 2010 betrug 50,27 Milliarden Dollar.

Platz 9

Walgreens (USA)

Mit rund 7.000 Filialen in den USA und Puerto Rico, von denen ein Drittel 24 Stunden am Tag geöffnet sind, schafft es Walgreens unter die zehn größten Einzelhändler. Am Hauptsitz in Deerfield, Illinois, konnte man sich 2010 über einen Umsatz von 67,42 Milliarden Dollar freuen.

Platz 8

Home Depot (USA)

Die Amerikaner bezeichnen sich selbst als größte Baumarktkette der Welt. Was den Umsatz angeht, haben sie recht. Mit rund 68 Milliarden Dollar kann keine andere Baumarktkette mitthalten.

Platz 7

Costco Wholesale (USA)

Die 500 Cash&Carry-Märkte der US-Großhandelskette sind in den USA weit verbreitet. Der Hauptsitz liegt in der Kleinstadt Issaquah bei Seattle im Bundesstaat Washington. Mit 77,95 Milliarden Dollar fiel der Umsatz auch 2010 gigantisch aus.

Platz 6

Kroger

Was als kleiner Lebensmittelladen in Cincinnati begann, ist mittlerweile einer der größten Supermarktketten der Welt. Im Jahr 2010 setzte der Lebensmittelhändler 82,19 Milliarden Dollar um.

Platz 5

Metro (Deutschland)

Der deutsche Handelsriese aus Düsseldorf ist der drittgrößte Einzelhändler Europas. International erreicht der Dax-Konzern mit einem Umsatz von 89,08 Dollar im Jahr 2010 ebenfalls einen Spitzenplatz.

Platz 4

Tesco (Großbritannien)

Die blau-weiße Handelskette aus Cheshunt gehört schon seit Jahren zu den größten Supermarktkonzernen. Weltweit betreiben die Briten 5390 Supermärkte Großbritannien 94,185 4,104 384.389 Einzelhandel Philip Clarke

Platz 3

CVS Caremark (USA)

In der Kleinstadt Woonsocket im US-Bundesstaat Rhode Island ist die drittgrößte Handelskette der Welt beheimatet. Die Drogerie- und Pharmahändler setzten im Jahr 2010 rund 96,4 Milliarden Dollar um.

Platz 2

Carrefour (Frankreich)

Kein europäischer Einzelhändler ist größer als Carrefour. Mit 471.755 Mitarbeitern weltweit machten die Franzosen im Jahr 2010 einen Umsatz von 120,3 Milliarden Dollar. Nur ein Einzelhändler setzte mehr um.

Platz 1

Walmart (USA)

Unangefochten an der Spitze bleibt der Handelsgigant aus Bentonville, Arkansas. Gigantische 421,85 Milliarden Dollar setzte der Konzern 2010 um - bei einem Gewinn von 16 Milliarden Dollar. Weltweit beschäftigt der Konzern 2,1 Millionen Angestellte.

Dennoch bescherten die Kunden dem Konzern im zweiten Quartal insgesamt ein Umsatzplus von 4,5 Prozent auf knapp 114 Milliarden Dollar, wie der weltweite Branchenprimus vor Carrefour aus Frankreich weiter mitteilte. Damit übertraf Wal-Mart die Markterwartungen, wie auch mit dem Gewinn von 1,18 Dollar je Aktie.

Der Konzern blickt nun optimistischer in die Zukunft: Das Management erwartet im Gesamtjahr pro Aktie 4,83 bis 4,93 Dollar Gewinn. Bislang war Wal-Mart von 4,72 bis 4,92 Dollar ausgegangen. Analysten hatten allerdings bislang schon im Schnitt 4,93 Dollar vorhergesagt, so dass Enttäuschungen zum Jahresabschluss nicht ausgeschlossen sind. Die Wal-Mart-Aktie fiel an der New Yorker Börse um 3,5 Prozent auf 71,84 Dollar.

Von

rtr

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