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16.03.2017

11:21 Uhr

Swatch spürt die Flaute

Nick Hayek schnallt den Gürtel enger

Der Schweizer Uhrenhersteller Swatch leidet unter einer Absatzflaute. Auch Konzernchef Nick Hayek verdiente deshalb im vergangenen Jahr weniger. Sein Gehalt sank um fast 700.000 Franken.

Der Chef des weltgrößten Uhrenherstellers verdiente 2016 mit 6,13 Millionen Franken weniger als im Jahr zuvor. AFP; Files; Francois Guillot

Nick Hayek

Der Chef des weltgrößten Uhrenherstellers verdiente 2016 mit 6,13 Millionen Franken weniger als im Jahr zuvor.

ZürichSwatch-Konzernchef Nick Hayek bekommt die Flaute beim Uhrenabsatz an der eigenen Brieftasche zu spüren. Wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht zu entnehmen ist, verdiente der Chef des weltgrößten Uhrenherstellers 2016 mit 6,13 Millionen Franken (rund 5,7 Millionen Euro) weniger als im Jahr zuvor, als die Vergütung auf 6,8 Millionen Franken gekürzt worden war. Die ganze Konzernleitung erhält mit 32,6 Millionen Franken ebenfalls weniger. Für 2015 hatte sich diese Summe auf 37,8 Millionen Franken belaufen.

Nach den Rückschlägen der Vorjahre blickt Swatch nun aber optimistisch ins laufende Jahr. „Wir haben in den ersten zweieinhalb Monaten eine starke Nachfrage gesehen, vor allem in Asien“, sagte Hayek auf der Bilanzpressekonferenz.

Die Uhrenhersteller kämpfen seit Monaten mit sinkenden Verkäufen in den wichtigen Märkten Hongkong und USA. Zudem machen Touristen seit den Terroranschlägen einen Bogen um Europa. Im Vorjahr waren die Uhrenexporte aus der Schweiz um zehn Prozent zurückgegangen. Doch nun mehren sich die Zeichen einer Trendwende bei den Exporten nach China.

Swatch hatte 2016 einen Umsatzrückgang um ein Zehntel auf 7,6 Milliarden Franken und einen Gewinneinbruch um fast die Hälfte auf 593 Millionen Franken verbucht. Die Schweizer Uhrenexporte sind 2016 ebenfalls um rund zehn Prozent auf 19,4 Milliarden Franken zurückgegangen.

Die Gründe für das Aktienrückkaufprogramm erklärte Swatch mit den Negativzinsen der Schweizerischen Nationalbank (SNB). „Wir haben uns für einen Aktienrückkauf entschieden, um die Negativzinsen auf der Cash-Position zu vermeiden“, sagte Finanzchef Thierry Kennel.

Von

rtr

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