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15.01.2007

16:35 Uhr

Tafelsilber steht zum Verkauf

Hamburger Hochbahn sucht Investor für Nahverkehr

Die Hamburger Hochbahn will sich die Mittel für ihre Expansion außerhalb der Hansestadt bei einem Investor beschaffen und bietet dafür sein Beteiligungspaket teilweise zum Verkauf an.

HB HAMBURG. Dazu fasst das zweitgrößte Nahverkehrsunternehmen Deutschlands seine Beteiligungen in einer Holding zusammen und stellt bis zu 49 Prozent daran zum Verkauf. Diese Entscheidung habe der Aufsichtsrat auf einer Sondersitzung unter Vorsitz von Finanzsenator Michael Freytag bestätigt, teilte die Hochbahn am Montag mit.

„Nur wenn wir unsere Strategie der rentablen Expansion konsequent fortsetzen, werden wir uns als eigenständiges Verkehrsunternehmen am Markt dauerhaft positionieren können“, begründete Vorstandschef Günter Elste den Schritt. Ein höheres Expansionstempo verlange eine Stärkung der Eigenkapitalbasis. Für eine Kapitalerhöhung stehe die Stadt Hamburg als Hochbahn-Eigentümerin aber nicht zur Verfügung. „Deshalb suchen wir einen finanzkräftigen, langfristig orientierten Investor als Minderheitsgesellschafter für die Holding und die Expansion außerhalb des Heimatmarktes“, erklärte Elste.

Bislang ist die Hochbahn bundesweit an vier Schienenverkehrsunternehmen (Cantus, Metronom, NBE Nordbahn und ODEG) und vier Busunternehmen (FBG Fulda Bus, KVG Kieler Verkehrsgesellschaft, Stadtverkehr Lübeck und Wi-Bus Wiesbadener Busgesellschaft) beteiligt. Den Gesamtumsatz dieser Beteiligungen bezifferte die Hochbahn auf über 215 Mill. Euro.

Die Deutsche Bahn hatte im Zuge ihrer Beteiligungspläne an der Hamburger Hafengesellschaft HHLA vor einem Jahr auch einen Einstieg bei der Hochbahn erwogen. Das Vorhaben scheiterte jedoch. Auch die HHLA sucht einen Investor, um ihre Investitionspläne zu finanzieren.

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