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17.03.2011

16:38 Uhr

Tarifkonflikt

GDL nimmt sich kleine Bahnen vor

Die Lokführergewerkschaft nimmt jetzt die Konkurrenten der Bahn im Personenverkehr aufs Korn. Sie allein sollen bestreikt werden, wenn sie nicht zu einem Rahmentarifvertrag bereit sind.

Blick auf die unbefahrenen Gleisanlagen im brandenburgischen Elstal. Quelle: dpa

Blick auf die unbefahrenen Gleisanlagen im brandenburgischen Elstal.

BerlinEntspannung im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn, aber eine neue Streikdrohung gegen deren Wettbewerber im Regionalverkehr: Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) konzentriert ihren Arbeitskampf nun auf die Privatbahnen und Töchter ausländischer Staatskonzerne. Diese seien anders als die bundeseigene Deutsche Bahn nicht bereit, über den geforderten Rahmentarifvertrag für Lokführer zu verhandeln, lautet die Begründung.

Auf dem Weg dahin kam die GDL einen kleinen Schritt voran. Mit drei privaten Güterbahnen einigte sie sich auf ein Tarifwerk, das für Einkommen und Arbeitsbedingungen Mindeststandards festlegt. Die Vereinbarung soll für etwa 550 Lokführer der drei Unternehmen Assoft-Railmen, MEV Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft und SBB Cargo Deutschland gelten. Sie steht aber noch unter dem Vorbehalt, dass zuvor zwischen GDL und den Güterbahnen jeweils neue Haustarifverträge abgeschlossen werden. Anfangs hatte die GDL mit sechs Unternehmen des Schienengüterverkehrs verhandelt.

Letztlich will die GDL einheitliche Tarifstandards für alle etwa 26.000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr durchsetzen - egal, bei welchem Betreiber sie arbeiten. Bei der Deutschen Bahn (DB) sind knapp 20.000 Lokführer beschäftigt, davon 5300 im Güterverkehr.

Mit der DB will die Gewerkschaft die Verhandlungen nach mehr als sechs Wochen Unterbrechung wieder aufnehmen. Ein Termin stand noch nicht fest. "Wir sind in der Abstimmung, ob es noch in dieser oder in der nächsten Woche Verhandlungen gibt", sagte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky am Donnerstag in Frankfurt.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

17.03.2011, 17:54 Uhr

GDL droht Bahn-Konkurrenz mit neuen Streiks und keiner merkt es, da die DB nicht bestreikt wird.
UND jetzt muß die GDL auch noch mit ALLEN Privatbahnen einzeln verhandeln!
Mei Mitleid mit Weselsky hält sich in Grenzen.

Account gelöscht!

17.03.2011, 17:56 Uhr

GDL droht Bahn-Konkurrenz mit neuen Streiks und keiner merkt es, da die DB nicht bestreikt wird.
UND jetzt muß die GDL auch noch mit ALLEN Privatbahnen einzeln verhandeln!
Mei Mitleid mit Weselsky hält sich in Grenzen.

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