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07.03.2013

20:00 Uhr

Tarifkonflikt

Streik sorgt für Flugausfälle in Köln-Bonn

Die Gewerkschaft Verdi will den Druck im Tarifkonflikt erhöhen: Am Freitag wollen die privaten Sicherheitskräfte ganztägig streiken. Ein neues Angebot der Arbeitgeber gibt es bisher noch nicht.

Schon im Januar wurde am Kölner Flughafen gestreikt - lange Schlangen am Terminal waren die Folge. dpa

Schon im Januar wurde am Kölner Flughafen gestreikt - lange Schlangen am Terminal waren die Folge.

DüsseldorfWegen des Streiks der privaten Sicherheitskräfte fallen am Flughafen Köln-Bonn am Freitag zahlreiche Flüge aus. Die Fluggesellschaften hätten bereits 59 Flüge gestrichen, teilte der Flughafenbetreiber am Donnerstagabend mit. Von den für Freitag geplanten 103 Abflügen hätten die Airlines aktuell 40 abgesagt. Von den 104 Ankünften fielen 19 weg.

Allein Germanwings stornierte nach eigenen Angaben 26 Flüge, Air Berlin 17 Verbindungen.

Service für Flughäfen

Flughafen Frankfurt

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Service-Telefon: 01805 3724636

Flughafen München

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Flughafen Düsseldorf

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Service-Telefon: 0211 - 421-0

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Service-Telefon: 0180 5000 186

Flughafen Stuttgart

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Service-Telefon: 01805 - 948444

Flughafen Hannover

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Flughafen Hamburg

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Service-Telefon: 040 - 50750

Flughafen Nürnberg

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Service-Telefon: 0911 - 93700

Flughafen Köln-Bonn

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Service-Telefon: 022 03 - 40-40 01/02

Flughafen Leipzig-Halle

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Flughafen Münster/Osnabrück

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Abflüge

Service-Telefon: 02571 - 94 33 60

Fluggastrechte

Über die Rechte der Fluggäste gibt das Luftfahrt-Bundesamt im Internet unter lba.de und per Hotline unter Tel.: 0531 - 23 55 115 Auskunft.

Im Tarifkonflikt der privaten Sicherheitsdienste hatte die Gewerkschaft Verdi nach ergebnislos gebliebenen Gesprächen mit den Arbeitgebern die Beschäftigten der Fluggast-, Personal- und Warenkontrolle am Flughafen Köln-Bonn für Freitag zu einem ganztägigen Ausstand aufgerufen. Es gebe kein neues Angebot der Arbeitgeber, sagte Verhandlungsführerin Andrea Becker. Die bisherigen Warnstreiks hätten "offenbar nicht genug Wehen erzeugt, um ein neues Angebot zu gebären".

Rechte der Passagiere bei Streiks

Streichung des Fluges

Wird der Flug wegen der Arbeitsniederlegung ganz gestrichen, muss die Airline nach der EU-Verordnung für Fluggastrechte die Passagiere per Ersatzflug zum Ziel befördern. Dies dürfte unter den gegebenen Umständen kaum möglich sein. Alternativ kann der Reisende bei Annullierung des Fluges vom Luftbeförderungsvertrag zurücktreten und sich den Flugpreis erstatten lassen. Ausgleichszahlungen braucht die Fluggesellschaft nach bislang überwiegender Ansicht nicht zu leisten, wenn sie alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen hat, um Flugannullierungen zu vermeiden.

Verspätung des Fluges

Startet die Maschine wegen des Streiks erst verspätet, haben Reisende nach der europäischen Fluggastrechte-Verordnung bei Abflugsverzögerungen von zwei Stunden (Kurzstrecken bis 1.500 Kilometer), drei (Mittelstrecken bis 3.500 Kilometer) bzw. vier Stunden (Langstrecken) Anspruch auf kostenlose Betreuung. So hat die Airline auf Wunsch des Reisenden für Mahlzeiten, Erfrischungen, zwei Telefongespräche, Telexe, Faxe oder E-Mails sowie für notwendige Hotelübernachtungen inklusive Transfer zu sorgen. Verschiebt sich der Flug auf einen anderen Tag, muss die Fluggesellschaft die notwendigen Kosten einer Übernachtung im Hotel übernehmen. Wer die Reise nicht mehr antreten will, kann bei einer mindestens fünfstündigen Flugverspätung darauf pochen, das Geld dafür zurückzubekommen.

Flug bei einer Pauschalreise

Ist der Flug Teil einer Pauschalreise, sollte sich der Urlauber an den Reiseveranstalter wenden. Auch er hat die Pflicht, so schnell wie möglich eine Ersatzbeförderung zu organisieren. Allerdings muss dem Veranstalter in der Regel eine angemessene Frist (einige Stunden) gesetzt werden, um einen solchen Transport zu bewerkstelligen. Ist das gebuchte Flugzeug wegen des Streikes bis zu vier Stunden verspätet, gilt das nach bisheriger Rechtsprechung zum Pauschalreiserecht als bloße Unannehmlichkeit. Erst wenn der Flieger mehr als vier Stunden Verspätung hat, kann – je nach Flugstrecke – ein Reisemangel vorliegen. Dann können fünf Prozent des Tagesreisepreises für jede weitere Verspätungsstunde vom Veranstalter zurückverlangt werden. Urlauber haben außerdem die Möglichkeit, nach ihrer Rückkehr den Reisepreis zu mindern, etwa wenn Reiseleistungen ausgefallen sind.

Die Passagiere an den Flughäfen werden von sogenannten Luftsicherheitsassistenten kontrolliert - sie sind Angestellte von Firmen, die die Aufgabe im Auftrag der Bundespolizei übernehmen. Nach Gewerkschaftsangaben arbeiten 70 bis 80 Prozent der Sicherheitsleute in Nordrhein-Westfalen in der untersten Lohngruppe und erhalten in der Stunde 8,23 Euro. Verdi fordert zwischen 2,50 Euro und 3,64 Euro mehr pro Stunde. Der Verband der Sicherheitsfirmen BDSW nennt die Forderung "völlig überzogen".

Von

rtr

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