Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.02.2012

20:45 Uhr

Tarifstreit in Frankfurt

Vorfeldmitarbeiter streiken ab Sonntagabend

Nach einer kurzen Verhandlungsetappe im Streit zwischen der Fraport und der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) wird ab Sonntagabend in Frankfurt erneut gestreikt. Andauern soll der Ausstand bis Donnerstagmorgen.

Flughafen Frankfurt

Ab Sonntagabend wird wieder gestreikt

Flughafen Frankfurt: Ab Sonntagabend wird wieder gestreikt

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Frankfurt/MainAm Frankfurter Flughafen wird von Sonntagabend an wieder tagelang gestreikt. Reisende müssen sich auf Deutschlands größtem Flughafen auf Ausfälle und Verzögerungen einstellen. Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen kündigte die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) einen neuerlichen Arbeitskampf an, der von Sonntagabend 21.00 Uhr bis Donnerstag 05.00 Uhr dauern soll. Der Flughafenbetreiber Fraport bezeichnete das als „völlig überzogen und nicht nachvollziehbar“. Die GdF müsse ihre Forderungen im zweistelligen Prozentbereich überdenken.

Die Gewerkschaft rief am Samstagabend wieder rund 200 Vorfeldmitarbeiter zum Arbeitskampf auf. Die GdF hatte angekündigt, den Ausstand 24 Stunden vorher bekanntzugeben. Nach dem Abbruch der Tarifgespräche am Freitagabend haben sich die Fronten zwischen der GdF und dem Flughafenbetreiber Fraport wieder verhärtet.

Der Flughafen-Betreiber Fraport zeigte sich aber zuversichtlich, trotz Arbeitsniederlegung „den Flugbetrieb weitestgehend aufrecht zu halten“. Man sei „operativ gut vorbereitet“, sagte Fraport-Arbeitsdirektor Herbert Mai am Samstag, als der Streik sicher war und nur noch auf die Bekanntgabe des Zeitraums gewartet wurde. Es könnten auch längere Streikphasen durchgehalten werden. Bei den bisherigen ganztägigen Streiks habe 80 Prozent des normalen Flugverkehrs abgewickelt werden können.

Kern des Konflikts ist das Tarifwerk für die rund 200 Vorfeldlotsen, Flugzeugeinweiser und Verkehrsdisponenten. Die Vorfeldmitarbeiter hatten zuvor an fünf Tagen die Arbeit niedergelegt, mehr als 1200 Starts und Landungen fielen aus. Fraport hatte mit eigens geschulten Ersatzmannschaften dagegengehalten und die Auswirkungen des Streiks entschärft.

Fraport und die GdF waren am Donnerstag an den Verhandlungstisch zurückgekehrt. Die Gespräche waren am Freitagabend aber gescheitert. Beide Seiten machten sich gegenseitig verantwortlich. Die Gewerkschaft kündigte aber an, auf ein neues Angebot sofort zu reagieren. Dies müsse allerdings detailliert, fertig und unterschriftsreif sein.

Kommentare (15)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

PRhodan

25.02.2012, 15:33 Uhr

Diese Forderungen im hohen 2-stelligen Bereich flankiert mit weiteren Nebenleistungen wie Arbeitszeitverkürzung erinnert doch sehr an Griechenland, das Arbeiter- und Steuerparadies. Die Masse aller Beschäftigten in Deutschland dürfte für die Erpressungen dieser Mikrogewerkschaft keinerlei Verständnis zeigen.

vip

25.02.2012, 18:25 Uhr

It's time to use Berlin as the main hub of German air traffic. Frankfurt has proven to be in the wrong place anyway, and now we know it's staffed by the wrong people.

Account gelöscht!

25.02.2012, 18:47 Uhr

Primitive Streikkultur in Deutschland ist das, auf dem Rücken der letzten fleissigen Trottel, die noch zur Arbeit müssen oder auf Geschäftsreisen sind. Soll das Freiheit sein oder ist das nicht Erpressung der Öffentlichkeit ?

Gut, dass die Energieversorger noch nicht streiken in Deutschland und einfach mal landesweit 2 Tage den Strom abstellen. Ist bestimmt auch bald soweit in diesem beknackten Land Deutschland.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×