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23.04.2015

17:29 Uhr

Tarifverhandlungen

EVG lehnt Bahn-Angebot ab

Nicht nur die Tarifverhandlungen mit der GDL stocken. Auch die EVG lehnte am Donnerstag ein Angebot der Deutschen Bahn ab. Fortschritte bei den Tarifverhandlungen verzeichnete man aber trotzdem.

Der Bahn-Vorstand Ulrich Weber will sich „zügig“ mit der Gewerkschaft EVG einigen. dpa

EVG lehnt Bahn-Angebot ab

Der Bahn-Vorstand Ulrich Weber will sich „zügig“ mit der Gewerkschaft EVG einigen.

Frankfurt/MainIm Lokführerstreik kommt die Deutsche Bahn bei den Tarifverhandlungen mit der zweiten Eisenbahnergewerkschaft nur langsam voran. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) lehnte am Donnerstag in Frankfurt ein neues Angebot des Unternehmens ab, weil es nicht alle Berufsgruppen umfasst habe. Die DB AG habe erneut versucht, die Belegschaft zu spalten, erklärte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba im Anschluss an die Gespräche.

Sie verlangte, dass die Bahn bis zum kommenden Mittwoch (29. April) um 15.00 Uhr ein Angebot auch für die Service- und Sicherheitskräfte vorlegen müsse. Die Bahn will nach eigenen Angaben ein entsprechendes Angebot abgeben. „Wir werden ein vernünftiges Angebot unterbreiten, das fair und wirtschaftlich machbar ist. Wir wollen diese Tarifrunde zügig abschließen“, sagte Personalvorstand Ulrich Weber.

Die wichtigsten Bahn-Baustellen 2015

S-Bahn Berlin

Von Mitte Januar bis Anfang Mai wird auf der Nord-Süd-Verbindung der Oberbau, die Leit- und Sicherungstechnik und der Tunnel unter die Lupe genommen. In dieser Zeit ist die Strecke zwischen Gesundbrunnen und Yorkstraße gesperrt. Von Ende August bis Ende November wird außerdem eine Brückenkonstruktion am erst 2006 eröffneten Berliner Hauptbahnhof saniert. Fernzüge halten dann im unteren Teil des Kreuzungsbahnhofs.

Hannover-Göttingen

Mitte Mai sollen auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwölf Weichen erneuert werden. Während der Bauzeit wird die Strecke gesperrt. Der Fernverkehr wird von Hannover über die alte Strecke nach Göttingen umgeleitet. Das dauert 30 Minuten länger.

Köln-Frankfurt

Von Mitte April bis Mitte Mai werden auf der ICE-Strecke 44 Kilometer Schienenstrang ausgewechselt. Dazu wird die Strecke durch den Westerwald an vier Wochenenden gesperrt. Die Züge werden dann am Rhein entlang fahren. Die Fahrzeit verlängert sich um 60 Minuten.

Köln-Aachen

Die Strecke bekommt von Ende Juni bis Mitte August auf 22 Kilometern neue Gleise. Fernzüge fahren einen Umweg über Venlo und brauchen dafür 45 Minuten länger. Auf der Route Köln-Siegen werden im gleichen Zeitraum 35 Kilometer Gleise renoviert. Davon sind in der Bauzeit 77 Nahverkehrszüge betroffen, die durch Busse ersetzt werden.

Mannheim-Stuttgart

Von Mitte September bis Ende Oktober werden auf der Schnelltrasse Gleise und Weichen ausgetauscht. Dafür wird die Strecke zwischen Kraichtal und Stuttgart-Zuffenhausen zeitweise gesperrt. Die Umleitung über die alte Strecke kostet 40 Minuten Fahrzeit.

Nürnberg-Ansbach

Von Anfang März bis April wird ein zehn Kilometer langer Streckenabschnitt saniert. Zeitweise ist eine Sperrung nötig. Die Fernzüge der Linie Nürnberg-Karlsruhe werden über Treuchtlingen umgeleitet. Das dauert 40 Minuten länger als sonst.

München-Ingolstadt

Auf dieser Route wird voraussichtlich noch bis August 2015 die Schienentechnik erneuert, damit Züge künftig dort mit Tempo 200 fahren können. Dabei muss ein alter Damm saniert, Gleise erneuert und neue Signalkabel verlegt werden. Ein Teil der Fernzüge muss über Augsburg umgeleitet werden. Das führt zu einer 30 Minuten längeren Fahrzeit.

Laut Rusch-Ziemba gab es in anderen Punkten Fortschritte. Positiv sei gewesen, dass die Bahn Antworten auf alle Forderungen der EVG gegeben habe. Darüber könne man nun in der Tarifkommission beraten. Es seien auch weitere Verhandlungstermine für den 12. Mai in Frankfurt und abschließend für den 21. Mai in Berlin vereinbart worden. „Dann entscheidet sich, ob wir rechts oder links rum gehen.“

Von

dpa

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