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04.08.2011

17:00 Uhr

Tarifverhandlungen

Fluglotsen-Gewerkschaft will kämpfen

Die Gewerkschaft der Flugsicherung wirft der Deutschen Flugsicherung vor, Mitarbeiter bedroht und fehlinformiert zu haben. Verkehrsminister Ramsauer sei "anscheinend überhaupt nicht informiert".

Nach ihrem gescheiterten Anlauf zum ersten Fluglotsenstreik in Deutschland gibt sich die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) weiterhin kampfbereit. Quelle: dpa

Nach ihrem gescheiterten Anlauf zum ersten Fluglotsenstreik in Deutschland gibt sich die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) weiterhin kampfbereit.

Frankfurt/Main/DüsseldorfNach ihrem gescheiterten Anlauf zum ersten Fluglotsenstreik in Deutschland gibt sich die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) weiterhin kampfbereit. In einem offenen Brief an die Beschäftigten der Deutschen Flugsicherung (DFS) erhebt die Gewerkschaft Vorwürfe gegen DFS-Geschäftsführung wie auch gegen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). Man sehe sich nach den juristischen Auseinandersetzungen und Erfahrungen „jetzt erst recht in der Pflicht“, etwas gegen die Pläne der Führung zu unternehmen, erklärte der GDF-Bundesvorstand am Donnerstag.

Die Führungsetage des bundeseigenen Unternehmens habe Mitarbeiter bedroht und fehlinformiert, heißt es. So würden Kranke unter den Generalverdacht der Täuschung gestellt und Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte missachtet. Mit dem Verzicht auf eine Entscheidung über die Streikziele in der zweiten Arbeitsgerichtsinstanz hätten die Verantwortlichen am Mittwochabend die Gelegenheit verpasst, Rechtssicherheit über den Streik zu erhalten. Dies sei nur geschehen, um sich die Einstweiligen Verfügungen als Instrument gegen den Streik zu erhalten. Mit juristischen Scharmützeln werde die DFS-Geschäftsführung den Streik aber nicht verhindern.

Der „anscheinend überhaupt nicht informierte“ Ramsauer habe „den Schuss nicht gehört“, wenn er davon schwadroniere, den Bogen nicht zu überspannen. Das weitere Vorgehen will die Gewerkschaft zunächst intern beraten. In dem Schreiben wird der DFS zudem unterstellt, den Airlines vorab Zusagen gemacht zu haben, dass es nicht zu einem Streik komme. Die Fluggesellschaften hätten daher ihre Notfallpläne nicht zum Einsatz gebracht. Das hätte nach Ansicht der GdF verheerende Folgen gehabt, wenn der Streik nicht rechtzeitig durch sie abgesagt worden wäre.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Vluglodsa

04.08.2011, 19:42 Uhr

Ramsauer. Ramsauer ich seh es genau: die Sonne ist rot und der Himmel ist blau.

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