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22.03.2011

07:59 Uhr

Tarifverhandlungen

Lokführer streiken nicht - bei der Bahn

Eine gute Nachricht für Passagiere der Deutschen Bahn: Die Lokführer verhandeln weiter. Streiks bei den Privatbahnen sind allerdings noch möglich.

Ein Personenzug auf dem Güterbahnhof Elstal im Havelland. Quelle: dpa

Ein Personenzug auf dem Güterbahnhof Elstal im Havelland.

BerlinIm Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn droht in dieser Woche kein Streik. Die Lokführer äußerten sich in der Nacht zum Dienstag optimistisch über ihre Verhandlungen mit dem Marktführer und kündigten die nächste Gesprächsrunde für Freitag an. Weitere Streiks kann es nach Angaben der Gewerkschaft aber bei den sechs großen Privatbahnen (G6) geben. Diese haben ihren Zusammenschluss aufgekündigt und damit faktisch Gespräche über den geforderten bundesweiten Flächentarifvertrag abgebrochen.

Die Deutsche Bahn sei nunmehr ohne Vorbedingungen bereit, einen Rahmenvertrag abzuschließen, teilte der Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, mit. Das Unternehmen verzichte auf seine Forderung, dass zuerst mindestens 50 Prozent der Privatbahnen den Vertrag unterzeichnen müssten. „Damit haben die Streiks ihre Wirkung nicht verfehlt“, erklärte der Gewerkschaftschef. „Wir werden deshalb zunächst auch weiterhin auf Streiks bei der DB verzichten.“ Offene Fragen sollen demnach noch vor Freitag in Sondierungsgesprächen angegangen werden.

Die GDL verlangt eine Erhöhung der Entgelte und einen Flächentarifvertrag für alle 26.000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr. Sie vertritt nach eigenen Angaben drei Viertel der Lokführer in Deutschland. Anfang des Monats hatten die Lokführer mit Streiks unter anderem den Pendlerverkehr bundesweit massiv beeinträchtigt.

Von

rtr

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