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19.05.2015

10:18 Uhr

Tarifverhandlungen

Streiks bei der Deutschen Post gehen weiter

Millionen Briefe bleiben liegen, denn die Beschäftigten der Post streiken auch am Dienstag weiter. Sie fordern eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich.

Hintergrund ist der Aufbau eines Paketzustellernetzes durch die Gründung von 49 regionalen Gesellschaften. Die 6000 dort Beschäftigten bekommen niedrige Löhne. dpa

Der Warnstreik bei der Post dauert an

Hintergrund ist der Aufbau eines Paketzustellernetzes durch die Gründung von 49 regionalen Gesellschaften. Die 6000 dort Beschäftigten bekommen niedrige Löhne.

BerlinEinen Tag vor der Fortsetzung der Post-Tarifverhandlungen hat die Gewerkschaft Verdi den Druck auf die Arbeitgeber noch einmal erhöht. In der Nacht zum Dienstag rief die Gewerkschaft Verdi in sechs von acht Briefzentren in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zu ganzschichtigen Arbeitsniederlegungen auf.

Dadurch seien rund drei Millionen Briefe liegengeblieben und würden erst verspätet ausgeliefert, berichtete Verdi.

Hintergrund der Streiks ist der Aufbau eines Paketzustellernetzes durch die Gründung von 49 regionalen Gesellschaften. Dort arbeiten bereits mehr als 6000 Menschen, darunter viele ehemals befristet Beschäftigte der Post. Bezahlt werden sie aber zu niedrigeren Löhnen.

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Verdi erhöht den Druck im Tarifstreit mit der Deutschen Post: Die Postzusteller setzen am Samstag ihren Streik fort und legen noch bis Dienstag die Arbeit nieder. Ab Mittwoch werden Verdi und die Post weiter verhandeln.

Verdi sieht in dem Vorgehen einen Vertragsbruch und fordert für 140.000 Beschäftigte als Ausgleich eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeiten von 38,5 auf 36 Stunden mit vollem Lohnausgleich.

Das Unternehmen hatte unter anderem angeboten, den Kündigungsschutz für die Beschäftigten um drei Jahre bis 2018 auszuweiten sowie Heiligabend und Silvester wieder als arbeitsfreie Tage einzuführen. Verdi hatte von einer Mogelpackung gesprochen und das Angebot zurückgewiesen.

Von

dpa

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