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19.04.2013

09:48 Uhr

Tarifverhandlungen

Verdi setzt Warnstreiks bei Post fort

In Berlin und Brandenburg kommen heute viele Briefe nicht an: Hundert Post-Mitarbeiter sind über Nacht in Warnstreik gegangen. Nun legen 650 weitere Beschäftigte in Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt die Arbeit nieder.

132 000 Tarifbeschäftigte der Post fordern sechs Prozent mehr Lohn. dpa

132 000 Tarifbeschäftigte der Post fordern sechs Prozent mehr Lohn.

Die Warnstreiks bei der Deutschen Post gehen weiter. In Berlin und Brandenburg bleiben nach Gewerkschaftsangaben auch am Freitag wieder Briefe und Pakete liegen. Etwa 100 Mitarbeiter der Briefzentren in Berlin-Schönefeld und Cottbus sowie im Paketzentrum Rüdersdorf (Märkisch-Oderland) hätten in der Nacht zum Freitag die Arbeit niedergelegt, sagte eine Verdi-Sprecherin am frühen Morgen.

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Der Streit um höhere Löhne für Postangestellte hat sich auf mehrere Verteilzentren ausgeweitet. Mehr als zwei Millionen Briefe und mehr als 100.000 Pakete bleiben angeblich liegen.

Etwa 3,5 Millionen Brief- und Paketsendungen würden deshalb nicht zugestellt. Die Gewerkschaft Verdi hat im Tarifstreit mit der Deutschen Post ihre Forderung nach höheren Löhnen mit neuen Warnstreiks unterstrichen. Erneut waren Briefverteilzentren das Ziel, wie die Gewerkschaft am Freitag mitteilte. Rund 650 Beschäftigte in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin legten die Arbeit nieder. Die Auslieferung von rund 6,5 Millionen Briefen und 115.000 Paketen habe sich damit verzögert, erklärte Verdi. Die Ausstände sollen fortgesetzt werden.

Verdi hatte mit Warnstreiks begonnen, nachdem die zweite Runde der Tarifverhandlungen in der Nacht zum Dienstag in Berlin ohne greifbare Ergebnisse zu Ende gegangen war. Die Gespräche sollen nun am 25. April fortgesetzt werden. Verdi verlangt für die rund 132.000 Tarifbeschäftigten eine lineare Erhöhung der Einkommen um sechs Prozent, mindestens aber 140 Euro mehr im Monat. Die Post hat bislang noch kein Angebot vorgelegt.

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