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17.11.2014

18:54 Uhr

Taxi-Konkurrenz

Uber bietet Fahrgästen die Musikwahl

Ausgefallene Angebote im Konkurrenzkampf: Der Fahrdienst-Vermittler Uber will seine Fahrgäste künftig die Musik im Auto selbst wählen lassen. Eine Kooperation mit Spotify wurde eigens dafür vertraglich gesichert.

Der Sound der Straße: Uber will mit seiner Smartphone-App und den Kunden-Musikwünschen punkten. dpa

Der Sound der Straße: Uber will mit seiner Smartphone-App und den Kunden-Musikwünschen punkten.

San FranciscoDer umstrittene Fahrdienst-Vermittler Uber will bei seinen Kunden mit einem ungewöhnlichen Service punkten: Sie können bestimmen, welche Musik im Auto läuft. Uber kooperiert dafür mit dem schwedischen Streaming-Dienst Spotify.

Zunächst in zehn Städten sollen Kunden des kostenpflichtigen Premium-Angebots von Spotify ihre Songs direkt über die Auto-Anlage abspielen lassen. Das Angebot startet am kommenden Freitag. Unter den Städten sind neben San Francisco, New York und Los Angeles auch London, Stockholm und Singapur, wie Uber am Montag ankündigte.

Uber liegt weltweit im Clinch mit dem traditionellen Taxi-Gewerbe, das dem Startup aus San Francisco unfairen Wettbewerb vorwirft. Auch Spotify bekam zuletzt eine frische Ladung Kritik ab: Die populäre Sängerin Taylor Swift zog ihre Musik von dem schwedischen Anbieter aus, weil er Künstlern zu wenig bezahle.

Kampf um die Fahrgäste

Taxigewerbe unter Druck

Für das Taxigewerbe war die Konkurrenz lange überschaubar – die Firmen konkurrierten nur untereinander. Doch derzeit geraten viele Unternehmen unter Druck. Neue Konkurrenz aus dem Internet reißt immer mehr Lücken in das klassische Geschäftsmodell. Ein Überblick.

MyTaxi schaltet Zentrale aus

Mit Apps wie MyTaxi können sich Passagiere ein Taxi finden, ohne dass ein Anruf in der Zentrale nötig wäre. Den Fahrern geht also kein Geschäft verloren, aber den Vermittlern. Die Taxizentralen versuchen mit einer eigenen App, sich die Konkurrenz vom Leib zu halten.

Uber buhlt direkt um die Gäste

Dienste wie Uber konkurrieren direkt mit den Taxiunternehmen um die Gäste. Das Start-up, das mit Google einen potenten Investor hat, betreibt selbst keine Wagen, sondern agiert als Vermittler, der eigenständigen Fahrern eine technische Plattform bietet. Damit wälzt es die Verantwortung ab: Für die Einhaltung der Bestimmungen sind die Fahrer zuständig. Viele Städte halten dieses Modell für unzulässig.

RideWith verbindet Fahrer und Mitfahrer

RideWith ist eine App des Google-Dienstes Waze und startet in Israel: Die Applikation soll Fahrer auf dem Weg zur Arbeit und zurück mit Mitfahrern verbinden. Waze erstellt Routen-Anweisungen auf Grundlage von Informationen der Nutzer über den Verkehrsfluss.

Carsharing als Alternative

Wer nach einem Kneipenabend nach Hause fahren will, kann natürlich nicht selbst fahren. In anderen Fällen sind Carsharing-Dienste aber durchaus eine Alternative. In den Großstädten wird das Netz an Fahrzeugen immer dichter, so dass Nutzer es nicht weit haben. Gerade an Bahnhöfen ist das Angebot groß.

Das zehn Dollar oder Euro im Monat teure Premium-Angebot von Spotify hat nach jüngsten Angaben 12,5 Millionen Kunden. Auf die Gratis-Version mit Werbe-Unterbrechungen greifen drei Mal so viele Nutzer zu.

Von

dpa

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