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23.08.2013

14:18 Uhr

„Teilinbetriebnahme“

Germania wird erste Airline am Pannenflughafen

Noch steht nicht fest, wann der neue Hauptstadtflughafen eröffnet wird. Sicher ist aber: Germania wird als erste Airline Flüge anbieten. Vorher zieht die Fluggesellschaft aber in den alten Schönefelder Flughafen.

Die Landung eines Airbus A319 von Germania eröffnete den Flughafen Kassel-Calden – auch am neuen Hauptstadtflughafen soll die Airline Vorreiter sein. dpa

Die Landung eines Airbus A319 von Germania eröffnete den Flughafen Kassel-Calden – auch am neuen Hauptstadtflughafen soll die Airline Vorreiter sein.

BerlinDie Fluggesellschaft Germania soll als erste Flüge vom neuen Hauptstadtflughafen anbieten. Darauf hätten sich Germania und die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg verständigt, teilte die Airline am Freitag mit. Germania ziehe zum 1. November zunächst von Tegel in den alten Schönefelder Flughafen, um dann im Falle einer Teileröffnung schnell an den neuen Flughafen wechseln zu können.

Germania fliegt von Berlin nach Adana (Türkei), Beirut (Libanon) und Skopje (Mazedonien) sowie im Auftrag von Reiseveranstaltern zu Ferienzielen in Nordafrika und im Nahen Osten. Ein Tochterunternehmen der Airline betreibt in Schönefeld bereits einen Wartungshangar gemeinsam mit Air Berlin. Der Umzug erlaube den Abbau kostenintensiver Doppelstrukturen bei Technik und Wartung.

Flughafenchef Hartmut Mehdorn will am Nordflügel des Hauptstadtflughafens von Frühjahr 2014 an täglich bis zu zehn Maschinen starten lassen. Er muss mit seinen Plänen allerdings noch einmal vor den Aufsichtsrat. Der Manager hatte am Montag klargestellt, dass es sich bei dem Vorhaben um keine Teileröffnung des Hauptstadtflughafens handle, sondern um eine Erweiterung des alten Flughafens Schönefeld. „Es ist kein neuer Flughafen.“ Die Passagiere - neben Germania-Kunde Urlauber Fluggesellschaften Condor - müssten aber keine Sorge haben, als „Test-Kaninchen“ behandelt zu werden, sagte Mehdorn.

Die größten europäischen Billigflieger

Platz 10

Wizz Air: 42 Flugzeuge

Die ungarische Fluglinie Wizz Air hat ihr Streckennetz vor allem in Osteuropa. In Deutschland fliegt sie mit ihren 42 Airbus A320 die Flughäfen in Dortmund, Frankfurt-Hahn, Köln/Bonn, Lübeck und Memmingen an.

Quelle: DLR Low-Cost-Monitor 1/2014 (Stand: Frühjahr 2014). Es wurden ausschließlich in Deutschland operierende Airlines in das Ranking aufgenommen.

Platz 9

Jet 2: 49 Flugzeuge

Die britische Billig-Airline Jet 2 gibt es erst seit dem Jahr 2002, trotzdem hat sie mit 49 Flugzeugen eine der größten Flotten unter den europäischen Billig-Airlines. Mit ihren 38 Boeing 737-Maschinen und elf Boeing 757 fliegt die Airline viele Urlaubsziele im Mittelmeer und außerdem New York City an.

Platz 8

Germanwings: 55 Flugzeuge

Die Lufthansa-Tochter bleibt in den Top Ten der europäischen Billigflieger. Germanwings kommt der Aufstellung zufolge auf 55 Flugzeuge in der Flotte. Weil die Lufthansa allerdings noch weitere Flugverbindungen und Maschinen an die Tochter abgibt, wird die Zahl der Flieger noch zunehmen.

Platz 7

Flybe: 59 Flugzeuge

Die britische Airline Flybe betreibt mit 37 Maschinen die größte Flotte an Bombardier Dash Q8-400 Maschinen weltweit. Dazu kommen 22 Flieger von Embraer. Flybe hat seinen Sitz in Southampton und fliegt in Deutschland die Flughäfen in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Stuttgart an.

Platz 6

Vueling: 72 Flugzeuge

Die spanische Fluggesellschaft Vueling startete im Jahr 2004. Die Flotte der Billig-Airline besteht aus Flugzeugen der Typen Airbus A320 und A319. Der Billigflieger gehört mittlerweile zur International Airline Group (IAG), der Mutter von British Airways und Iberia. Die Flotte wächst weiter – auch dank der Übernahme von Iberia-Verbindungen.

Platz 5

Air Berlin: 88 Flugzeuge

Die Netzwerk-Airline Air Berlin ist ebenfalls im Ranking vertreten – mit Strecken, die als Low-Cost-Flüge gelten (siehe Hinweis). Die Fluggesellschaft hat 41 Airbus A319, A320 und A321, 46 Boeing 737 und eine ATR in der Flotte.
Hinweis: Das DLR spricht bei Air Berlin von einer „Grauzone“, in der mehrere Geschäftsmodelle Anwendung finden. In das Ranking wurden nur die bisherigen Low-Cost-Strecken der in Air Berlin aufgegangenen Fluggesellschaften aufgenommen. Bei der Flotte verhält es sich offenbar ähnlich. Die komplette Flotte von Air Berlin finden Sie hier.

Platz 4

Norwegian: 91 Flugzeuge

Zu Norwegian gehören 87 Boeing 737 und vier 787, viele davon sind mit Portraits berühmter skandinavischer Persönlichkeiten geschmückt. Norwegian gehört damit mittlerweile zu den großen im europäischen Luftraum.

Platz 3

HOP!: 102 Flugzeuge

Die Fluggesellschaft ist neu im Ranking – und schießt gleich auf Rang drei vor. Das hat einen einfachen Grund: Der Zusammenschluss mehrerer ehemaliger französischer Regionalflieger unter dem Dach der Air France bedient erst seit kurzem den deutschen Markt.

Platz 2

Easyjet: 197 Flugzeuge

Die britische Fluglinie Easyjet ist die Nummer zwei der Billigflieger in Europa. Zu der wachsenden Flotte gehören 138 Airbus A319 und 59 Airbus A320.

Platz 1

Ryanair: 297 Flugzeuge

Mit einer Flotte von mehr als knapp 300 Flugzeugen ist Ryanair unumstritten die größte Billig-Airline in Europa. Und die Flotte wird noch größer: Bei Boeing haben die Iren zuletzt 175 neue Flugzeuge bestellt.

Auch Brandenburgs Finanzminister Helmuth Markov (Linke), der dem Aufsichtsrat angehört, betonte, dass es sich bei dem Testbetrieb um keine Teileröffnung, sondern um eine „Teilinbetriebnahme“ handle. „Das ist ein Riesenunterschied.“ Denn die aufzubauenden Gepäckbänder, Abfertigungsschalter und anderes Equipment würden nach der Testphase wieder abgebaut.

Über den möglichen Testbetrieb am Hauptstadtflughafen wird endgültig aber frühestens im Herbst entschieden. Das stellten Aufsichtsräte und Geschäftsführung der Flughafengesellschaft am Montag vor dem Flughafen-Sonderausschuss des Brandenburger Landtags klar. Danach wird sich in einigen Wochen nochmals der Aufsichtsrat mit dem Plan befassen, zunächst am Nordflügel die ersten Passagiere abzufertigen. Voraussetzung ist allerdings, dass das Bauordnungsamt das Vorhaben auch genehmigt.

Kommentare (1)

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Nachwuchs

23.08.2013, 23:06 Uhr

Und warum nicht Air Berlin? Wo bleibt Hr. Mehdorn??

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