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06.07.2015

08:04 Uhr

Tengelmann-Übernahme

Edeka will 2100 neue Jobs schaffen

Eine Jobgarantie für alle 16.000 Tengelmann-Mitarbeiter sowie 2100 neue Jobs: Das verspricht Edeka bei einer Übernahme des Wettbewerbers. Edeka benötigt jedoch eine Sonderlaubnis von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel.

Das Bundeskartellamt hatte Anfang April einen Zusammenschluss von Edeka und Kaiser's Tengelmann verboten. dpa

Tengelmann und Edeka

Das Bundeskartellamt hatte Anfang April einen Zusammenschluss von Edeka und Kaiser's Tengelmann verboten.

Hamburg/BerlinEdeka-Chef Markus Mosa will bei einer möglichen Übernahme des angeschlagenen Wettbewerbers Kaiser's Tengelmann bis zu 2100 neue Arbeitsplätze schaffen. Das schreibt der Manager in einem Brief an die Betriebsratsvorsitzende von Kaiser's Tengelmann, Janetta Jöckertitz, der der „Bild am Sonntag“ vorliegt.

Mosa gibt demnach zudem eine Jobgarantie für alle 16.000 Mitarbeiter. „In den nächsten Jahren wollen und werden wir diese weiter erhöhen.“ Dem Bericht zufolge sollen etwa in der Region Berlin 700 und in Bayern bis zu 1000 zusätzliche Stellen entstehen. Ein Edeka-Sprecher wollte diese Informationen am Sonntag offiziell nicht kommentieren.

Das Bundeskartellamt hatte Anfang April einen Zusammenschluss von Edeka und Kaiser's Tengelmann verboten. Die Bonner Wettbewerbsbehörde befürchtete Preiserhöhungen und weniger Konkurrenz. Die Unternehmen hatten danach bei Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) eine Sondererlaubnis zur Übernahme der 451 Kaiser's-Tengelmann-Filialen durch Deutschlands größten Lebensmittelhändler Edeka beantragt.

Die Handelsgruppe Tengelmann will sich aus dem Lebensmittelhandel zurückziehen, in dem sie zuletzt nach eigenen Angaben nur noch Verluste machte. Edekas Konkurrent Rewe lehnt eine Ministererlaubnis für eine mögliche Fusion von Edeka und Tengelmann vehement ab. Sollte sich auch Gabriel dagegen aussprechen, drohen laut Mosa die meisten Jobs verloren zu gehen, heißt es in der Zeitung. Nach Angaben von Edeka zeichnet sich noch keine Tendenz für die Entscheidung ab.

Von

dpa

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