Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.02.2015

12:37 Uhr

Tengelmann und Edeka

Kartellamt will Supermarkt-Fusion verbieten

Das Bundeskartellamt hat massive wettbewerbsrechtliche Bedenken gegen den Verkauf der Tengelmann-Supermärkte an Edeka. Beiden Ketten bleibt nur noch wenig Zeit, um die Sorgen der Behörde zu zerstreuen.

Das Kartellamt könnte den Zusammenschluss der Supermarktketten stoppen. dpa

Tengelmann und Edeka

Das Kartellamt könnte den Zusammenschluss der Supermarktketten stoppen.

DüsseldorfDas Bundeskartellamt droht Deutschlands größtem Lebensmittelhändler Edeka mit der Untersagung der geplanten Übernahme des Konkurrenten Tengelmann. Die Wettbewerbsbehörde erhob am Dienstag starke wettbewerbsrechtliche Bedenken gegen die Fusionspläne der Supermarktketten, wie sie in Bonn bestätigte. Nach einem Bericht der „Lebensmittel Zeitung“ kündigte die Wettbewerbsbehörde in der den Unternehmen zugestellten Abmahnung an: „Wir beabsichtigen, das am 6. November 2014 angemeldete Zusammenschlussvorhaben zu untersagen.“

Kartellamtspräsident Andreas Mundt betonte, nach Überzeugung der Wettbewerbshüter führe ein Zusammenschluss zu einer Verdichtung der ohnehin stark konzentrierten Marktstrukturen insbesondere in Berlin, München und einzelnen größeren Städten Nordrhein-Westfalens. Außerdem drohe eine erhebliche Behinderung des Wettbewerbs auf verschiedenen Beschaffungsmärkten.

Die ablehnende Haltung der Wettbewerbshüter muss allerdings nicht das letzte Wort sein. Die Unternehmen haben nun bis zum 26. Februar die Möglichkeit, zu dem Entscheidungsentwurf Stellung zu nehmen und Vorschläge zu machen, um die Bedenken des Kartellamts auszuräumen. Diese Frist kann auch verlängert werden.

Edeka will die Supermärkte von Tengelmann übernehmen. Der Verkauf der Kette mit rund 16.000 Mitarbeitern und 451 Filialen soll bis Ende Juni 2015 über die Bühne gehen.

Ende vergangenen Jahres hatte das Kartellamt bereits die große Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel bemängelt. Edeka hat sich rund 85 Prozent des deutschen Lebensmitteleinzelhandels mit Aldi, Rewe und der Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) aufgeteilt. Kartellamtspräsident Andreas Mundt sagte, es drohe eine weitere Verschlechterung des Wettbewerbs.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr otto r. kristek

17.02.2015, 20:33 Uhr

ich glaube das es richtiger ist kaisers/tengelmann in der versenkung verschwinden zu lassen, arbeit verschwinden nicht sondern die macht nur jemand anderes und dafür ist es besser es schwingt sich jemand neues auf zu solch einem imperium es werden überkapazitäten abgebaut

Herr Andrzej Kednopser

20.02.2015, 14:42 Uhr

In diesem Fall ist es gut und wichtig, dass das Bundeskartellamt eingreift,denn nach einer solchen Fusion, wären nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit gefährdet, sondern auch die Möglichkeit der Kunden sich ihren Nahversorger auszusuchen, da es hinterher nur noch 2 in den am meisten betroffenen Gebieten wären, wie ich im folgendem Artikel u.a. mitbekommen habe: http://www.finance-magazin.de/strategie-effizienz/ma/edeka-und-tengelmann-kartellamt-droht-mit-veto/

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×