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26.06.2015

11:07 Uhr

Tesco-Umsatz schrumpft

Briten kaufen weiter lieber bei Aldi und Lidl

Der Umsatz von Großbritanniens größter Supermarktkette Tesco ist im ersten Quartal des laufenden Jahres abermals gesunken. Tesco laufen die Kunden davon. Die billige Konkurrenz kommt aus Deutschland.

Der britische Supertmarkt-Platzhirsch Tesco muss mit Aldi und Lidl konkurrieren. ap

Tesco

Der britische Supertmarkt-Platzhirsch Tesco muss mit Aldi und Lidl konkurrieren.

LondonGroßbritanniens größte Supermarktkette Tesco hat zu Beginn des Geschäftsjahrs etwas mehr Kunden bei der Stange halten können als erwartet. Der Umsatz sank zwar im ersten Quartal um 1,3 Prozent, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Im Vorquartal war der Rückgang mit 1,7 Prozent aber noch größer, und Experten hatten jetzt sogar mit einem Minus von bis zu drei Prozent gerechnet.

Tesco läuft die Kundschaft davon, weil viele Briten verstärkt bei den deutschen Discountern Aldi und Lidl einkaufen. Der neue Tesco-Chef Dave Lewis hat dem Platzhirsch auf der Insel deshalb niedrigere Preise, aber auch besseren Service und bessere Produktpaletten verordnet. Dies zahle sich nun aus, erklärte der Konzern.

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Der britische Einzelhändler Tesco schreibt acht Milliarden Euro Verlust. Aldi und Lidl machen dem drittgrößten Supermarkt-Konzern der Welt in der Heimat immer mehr zu schaffen. Jetzt ist „Drastic Dave“ gefragt.

Lewis warnte jedoch vor Euphorie: Der Markt bleibe weiter schwierig, das Ende Mai zu Ende gegangene Quartal sei aber ein Schritt in die richtige Richtung. Der Manager wurde im September vom Konsumgüterkonzern Unilever geholt, um bei Tesco das Ruder herumzureißen. „Allerdings hat niemand gesagt, dass das leicht wird und schnell geht” räumte er nun ein.

Lewis muss sich am Freitag der Aktionärsversammlung stellen, auf der ein im September bekanntgewordener Bilanzskandal die Gemüter erhitzen dürfte. Widerstand geben könnte es gegen die 1,2 Millionen Pfund schwere Abfindung für Lewis' gechassten Vorgänger Philip Clark.

Die größten Discounter der Welt 2014

Nummer eins

Aldi ist die Nummer eins im Ranking von Planet Retail (Juni 2014) im weltweiten Discounter-Markt. 2013 machte das deutsche Unternehmen einen Brutto-Außenumsatz von 61,1 Milliarden Euro.

Nummer zwei

Der Discounter Lidl, der zur Schwarz Gruppe gehört, belegt im Ranking der weltgrößten Discounter den zweiten Platz. 2013 betrug der Brutto-Außenumsatz der Supermarktkette 59 Milliarden Euro.

Nummer drei

Mit großem Abstand folgt der drittgrößter Discounter der Welt: Netto. Die Kette gehört zur Edeka-Gruppe und erwirtschaftete 2013 14,2 Milliarden Euro Umsatz.

Nummer vier

Erst an vierter Stelle ist ein nicht-deutsches Unternehmen zu finden. Die US-Kette Dollar General verkaufte 2013 Waren im Wert von 13,9 Milliarden Euro.

Nummer fünf

Auf dem fünften Platz findet sich wieder ein deutsches Unternehmen: Der Discounter Penny, der zur Rewe-Gruppe gehört. 2013 betrug der Umsatz des Discounters laut Ranking von Planet Retail 12,1 Milliarden Euro.

Nummer sechs

Die sechstgrößte Discountkette der Welt stammt aus Spanien. Das Unternehmen mit dem Namen Dia (zu Deutsch „Tag“) setzte 2013 11,4 Milliarden Euro um.

Nummer sieben

Auch der siebtgrößte Discounter der Welt heißt Biedronka, ist in Polen aktiv, gehört aber der portugiesischen Gruppe JMR Jerónimo Martins Retails. 2013 setzte die Kette 8,3 Milliarden Euro um. Zum Vergleich: Aldi erwirtschaftete im gleichen Zeitraum mehr als den siebenfachen Betrag.

Nummer acht

Auf einen ähnlichen Umsatz wie Biedronka kam 2013 der US-Discounter Family Dollar. Die Kette verkaufte Waren im Wert von 8,2 Milliarden Dollar und belegt damit weltweit den achten Platz unter den größten Discountern.

Nummer neun

Auch aus Skandinavien kommt ein Discounter, der es unter die Top Ten der weltgrößten geschafft hat: Rema 1000 gehört zum Konzern Reitangruppen. 2013 setzte das Unternehmen 6,8 Milliarden Euro um.

Nummer zehn

Dollar Tree belegt den zehnten Platz unter den weltgrößten Discountern. Das US-Unternehmen erwirtschaftete 2013 6,2 Milliarden Euro.

Von

rtr

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