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28.01.2010

16:50 Uhr

Textilbranche

Analysten bejubeln die Bilanz von Hennes & Mauritz

VonHelmut Steuer

Der Expansionsdrang der Textilkette H&M kennt kein Ende. In diesem Jahr wollen die Schweden 240 neue Läden aufmachen. Der ungehemmten Expansion verdankt Hennes & Mauritz sein Umsatzwachstum.

Eine Filiale von Hennes & Mauritz. ap

Eine Filiale von Hennes & Mauritz.

STOCKHOLM. Die schwedische Bekleidungskette Hennes & Mauritz (H&M) platzt aus allen Nähten – die Expansion auf den wichtigen Märkten in den USA, Deutschland, Großbritannien, China, Frankreich und Italien soll ungebremst weitergehen. 240 Läden will der schwedische Moderiese 2010 in diesen Ländern eröffnen.

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Die Mittel dazu sind vorhanden: Der Vorsteuergewinn von 7,99 Mrd. Kronen (783 Mio. Euro) lag deutlich über den Erwartungen. „Das ist eine phantastische Bilanz“, jubelten Analysten in Stockholm. Sie zeigten sich vor allem über die Bruttomarge von 66,3 Prozent erstaunt.

Wachstum bis zu 15 Prozent

H&M-Chef Karl-Johan Persson erneuerte das Wachstumsziel seines Konzerns von jährlich zehn bis 15 Prozent. Im Geschäftsjahr 2009/10 will H&M nach Angaben von Finanzchef Nils Vinge sechs Mrd. Kronen (588 Mio. Euro) investieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 hat der Konzern weltweit 250 Läden eröffnet und betrieb Ende November insgesamt 1988 Geschäfte.

Hohe Lagerbestände durch

milden Herbst

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Im Dezember 2009 und Januar 2010, den ersten beiden Monaten des Geschäftsjahres 2010/11, erhöhte sich der Lagerbestand rund 20 Prozent. Wegen eines milden Herbstes blieb H&M auf Textilien sitzen, die nun in Sonderangebotsaktionen verramscht werden müssen. Persson deutete in Stockholm an, dass H&M künftig sein Sortiment eventuell stärker lokal anpassen werde.

2008/09 standen bei H&M im Durchschnitt weltweit 53 476 (53 340) Vollzeitstellen auf den Gehaltslisten. Die Neueröffnungen schlagen sich deutlich in den Geschäftszahlen nieder: Im abgelaufenen Geschäftsjahr kletterte der Konzernumsatz 14,5 Prozent auf 101,4 Mrd. Kronen (derzeit knapp 9,9 Mrd. Euro).

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