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16.03.2011

17:13 Uhr

Textilkette

Ernsting's Family lässt Konkurrenz hinter sich

VonChristoph Schlautmann

Mit einer Umsatzsteigerung um zwölf Prozent lässt die Textilkette aus dem Münsterland die Konkurrenz hinter sich. Mit den starken Zahlen im Rücken soll es nun mit der Expansion weitergehen - auch in Österreich.

Filiale von Ernsting's Family: Das Familienunternehmen ließ Rivalen wie Otto oder C&A hinter sich. Quelle: PR

Filiale von Ernsting's Family: Das Familienunternehmen ließ Rivalen wie Otto oder C&A hinter sich.

DüsseldorfDie münsterländische Textilkette Ernsting's Family steigt in Deutschland unter den zwölf größten Modeunternehmen zum renditestärksten Wettbewerber in Familienhand auf. Das geht aus dem soeben veröffentlichten Geschäftsbericht hervor.

Danach schossen im Geschäftsjahr 2009/10 die Umsätze um zwölf Prozent auf 700 Millionen Euro nach oben, während sich das Betriebsergebnis (Ebit) um 61 Prozent auf 76 Millionen Euro verbesserte. Mit seiner Umsatzrendite von 10,9 Prozent überrundet der erst 1968 gegründete Filialist selbst eingesessene Rivalen wie Marktführer Otto, den mächtigen Verfolger C&A oder Kik-Eigentümer Tengelmann. Selbst der renditestarke Kaufhausbetreiber Peek & Cloppenburg in Düsseldorf, der zuletzt neun Prozent Betriebsgewinn kassierte, musste sich von dem Schnäppchenanbieter aus Coesfeld geschlagen geben.

Entsprechend forsch soll es bei Ernsting's mit der Expansion vorangehen. „Wir wollen jedes Jahr 70 bis 80 weitere Läden eröffnen“, sagte Geschäftsführer Hans-Dieter Ernst dem Handelsblatt. Zu den derzeit 1.550 Verkaufsstellen in Deutschland sollen mindestens noch 250 hinzukommen. Neue Läden werde es vor allem südlich der Main-Linie geben, sagt Ernst. Dort gebe es noch reichlich weiße Flecken auf der Unternehmenskarte.

Gleichzeitig treibt der 61-jährige Finanzexperte die Expansion nach Österreich voran. Dort versucht sich das Unternehmen seit dem vergangenen Jahr, eine Handvoll Filialen ging bereits an den Start. Zusätzlichen Schub erwartet der Filialist aus dem Online-Geschäft. Schon jetzt, gibt der Firmenchef zu Protokoll, entwickele sich der Vertrieb über das Internet „erfreulich gut“.

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