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13.06.2013

08:32 Uhr

The Corner Café

So will Starbucks Europas Büros erobern

VonCarina Kontio

Neue Konkurrenz für Nespresso: Starbucks will europaweit mit Kaffee-Ecken am Arbeitsplatz Geschäfte machen. Nach einer erfolgreichen Testphase in der Schweiz steht den Starbucks-Büros in Deutschland nichts mehr im Weg.

Starbucks-Fans müssen nicht mehr zur nächsten Filiale pilgern. AFP

Starbucks-Fans müssen nicht mehr zur nächsten Filiale pilgern.

DüsseldorfAufruhr im Kaffeemarkt: Starbucks, die größte Kaffeehaus-Kette der Welt, will Europas Büros mit Chai Tea Latte, Cappuccino, Espresso & Co verwöhnen. Die Maschinen werden von dem führenden Automatenbetreiber in Europa, der Firma Selecta, zur Verfügung gestellt. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, soll die Initiative mit dem Namen „The Corner Café“ nach einer erfolgreich abgeschlossenen Testphase in der Schweiz nun auf weitere Länder ausgedehnt werden.

Auf dem Plan stehen Deutschland, Frankreich, Niederlande, Dänemark, Finnland und Österreich. Europachef Matt Sikes rechnet damit, dass Starbucks in wenigen Jahren mehrere tausend Maschinen in den Büros aufbauen kann. Der Markt für Bürokaffee ist hart umkämpft. Europäer würden mehr als 29 Milliarden Tassen Kaffee pro Jahr am Arbeitsplatz trinken. Selecta-Verkaufschef Jan Marck Vrijlandt hat keinen Zweifel daran, dass die Menschen für den Premium-Kaffee am Arbeitsplatz auch gern etwas tiefer in die Tasche greifen. Die Fans der US-Kaffeekette müssten dann nicht mehr zur nächsten Filiale pilgern.

Welcher Kaffeetyp sind Sie?

Ländervergleich

6,4 Kilogramm Kaffee hat jeder Deutsche im Jahr 2010 verbraucht. Insgesamt gingen also 526.860 Tonnen Kaffeebohnen beziehungsweise gemahlener Kaffee über deutsche Ladentheken. Damit schaffen es deutsche Kaffeetrinker im internationalen Vergleich auf Platz drei hinter Brasilien und den USA. Grund genug für die Redaktion von brandeins Wissen, das Magazin "Kaffee in Zahlen" herauszugeben. Demnach gibt es verschiedene Kaffeetypen, wie beispielsweise den...

Puristen

Der Purist legt wenig wert auf die Kaffeemaschine an sich - oft hat er nicht einmal ein elektrisches Gerät sondern brüht per Hand. Er ist etwas älter und trinkt seinen Kaffee gern schwarz. Einmal am Tag Kaffee genügt dem Puristen. Er trinkt ihn meist morgens oder im Lauf des Vormittags. 16 Prozent der Deutschen gehören zu dieser Kategorie.

Pragmatiker

Der Pragmatiker

17 Prozent der Kaffeetrinker in Deutschland gehören zu den Pragmatikern: Ihnen hilft Kaffee vor allem dabei, morgens schnell wach zu werden. Abends trinken sie daher kaum Kaffee. Die Pragmatiker werden als mittelalt und eher weniger zufrieden mit ihrer Lebenssituation beschrieben.

Zucker und Milch

33 Prozent der Pragmatiker trinken ihren Kaffee am liebsten mit Zucker und Milch, nur 27 Prozent bestehen auf schwarzem Kaffee. Bei 24 Prozent kommt der aus dem Espresso-Vollautomaten. Wer so ein modernes Gerät hat, nutzt es zwar entsprechend häufig, spät abends greifen nur noch 28 Prozent der Pragmatiker zur Kaffeetasse.

Die Anspruchsvollen

Die Anspruchsvollen

Für 19 Prozent der Kaffeetrinker in Deutschland ist Kaffee ein Genussmittel und dementsprechend viel erwarten sie von der Qualität. Die Anspruchsvollen greifen zu jeder Uhrzeit zum schwarzen Wachmacher, etwas mehr als ein Drittel trinkt ihn gern weiß und süß. Spätabends greifen immer noch 50 Prozent der Anspruchsvollen zu Kaffee und 14 Prozent haben zuhause vier oder mehr verschiedene Versionen.

Vollautomaten

Die Anspruchsvollen sind auch die Gruppe, in der die meisten Menschen einen Kaffee-Vollautomaten besitzen. 24 Prozent haben ein solches Gerät statt herkömmlicher Kaffee- oder Padmaschinen. 86 Prozent gaben an, ihren Kaffeewunderautomaten regelmäßig zu benutzen.

Schlemmer

Schlemmer

17 Prozent der Kaffeetrinker mögen es weiß und süß, sie bevorzugen die Milchschaumvarianten wie Latte macchiato und Cappuccino gegenüber klassischem Filterkaffee. Diese sogenannten Schlemmer sind in der Regel junge Frauen. Viele von ihnen haben zuhause eine Pad- oder Kapselkaffeemaschine. 46 Prozent von ihnen schlürfen auch spät abends noch gern einen Milchkaffee.

Variationen

Kaffeevariationen mögen übrigens alle Gruppen gerne: Sowohl Cappuccino und Latte macchiato als auch Eiskaffees und süße Milchkaffees sind überall beliebt. Außer bei der Gruppe der Puristen und der Klassiker trinkt mehr als ein Drittel der unterschiedlichen Kaffeetypen gerne süß und mit Milch.

Klassiker

Klassiker

19 Prozent der Konsumenten gehören zu den Klassikern. Das heißt, sie wollen gute, qualitativ hochwertige Kaffeemaschinen und Kaffees. Variationen mit Macadamia-Aroma und Sojamilchschaum sind dagegen nichts für sie. Zu dieser Gruppe gehören viele ältere Menschen, die eher in kleineren Ortschaften als in den Metropolen leben. Kaffee trinken sie zu jeder Tageszeit, bevorzugt Filterkaffee.

Die Genügsamen

Die Genügsamen

Rund 12 Prozent der Kaffeetrinker zählen zur Gruppe der Genügsamen. Sie achten mehr auf den Preis als auf die Qualität, sie trinken aber auch deutlich weniger als die anderen Gruppen. Außer Haus trinken sie eher selten Kaffee. Zu den Genügsamen gehören überwiegend junge Männer.

Bei der Schweizer Pilotphase, die im Herbst 2012 startete, sprudelte der Kaffee in 17 größeren Firmen - Banken, Versicherungen und anderen internationalen Unternehmen. Voraussetzung war, dass der Absatz pro Tag 80 bis 100 Portionen beträgt. In drei Größen ist „The Corner Café“ erhältlich: eine Variante für den Tisch, eine mittelgroße, alleinstehende Version oder eine komplette Kaffee-Ecke. Wie üblich bei Starbucks prangt natürlich auch das grüne Logo an den Selbstbedienungs-Verkaufspunkten, und auch die Becher gibt es in den Größen Tall, Grande und Venti.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

13.06.2013, 09:21 Uhr

"Nach einer erfolgreichen Testphase in der Schweiz steht den Starbucks-Büros in Deutschland nichts mehr im Weg. "

Das mag irgendwie funktionieren aber sich nicht langfristig zum mega Erfolg werden wenn ein Kaffee 5-6 Euros kostet und der Durchschnittslohn bei inzwischen 1400 angekommen ist, sorry.

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