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19.01.2016

18:42 Uhr

Tiffany will Stellen streichen

Starker Dollar vermiest das Weihnachtsgeschäft

Der starke Dollar macht dem Edeljuwelier Tiffany zu schaffen. Wegen hoher Wechselkurse hielten sich Touristen während der Weihnachtszeit mit Schmuckkäufen zurück. Nun will der Konzern Stellen abbauen.

Kunden kauften 2015 weniger Schmuck. Händler insbesondere in den USA hatten zusätzlich unter dem starken Dollar zu leiden. Reuters

Flagship-Store in New York

Kunden kauften 2015 weniger Schmuck. Händler insbesondere in den USA hatten zusätzlich unter dem starken Dollar zu leiden.

BangaloreDer starke Dollar hat dem Edeljuwelier Tiffany das Weihnachtsgeschäft verhagelt. Vor allem Touristen schreckten deshalb vor Käufen in dem Traditionsgeschäft zurück. Im November und Dezember, die das wichtige Geschäft rund um den US-Feiertag Thanksgiving sowie Weihnachten umfassen, gingen die Umsätze um sechs Prozent zurück, wie Tiffany am Dienstag bekanntgab. Das für sein Hauptgeschäft auf der Fifth Avenue in New York bekannte Unternehmen reagiert mit Stellenstreichungen auf den Gegenwind.

Zu schaffen machten dem 1837 gegründeten US-Unternehmen auch hohe Ausgaben für die Entwicklung und Vermarktung neuer Kollektionen für jüngere modebewusste Kunden. Außerdem ist Schmuck als Geschenk zu den Feiertagen nicht mehr so begehrt wie früher. Durch die Weigerung, Rabattaktionen zu gewähren, verzichtet Tiffany Analysten zufolge zudem auf zusätzliche Einnahmen von weniger betuchten Kunden.

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Der Juwelier rechnet auch im Gesamtjahr, das zum 31. Januar endet, wegen des hohen Dollar-Kurses mit Umsatzeinbußen von zehn Prozent. Das liegt am oberen Ende der bislang veranschlagten Spanne von fünf bis zehn Prozent. In der Prognose ist noch nicht ein Sonderaufwand von vier Cent je Aktie im Schlussquartal für die Entlassung von Mitarbeitern enthalten. Tiffany will die Zahlen für das vierte Quartal am 18. März vorlegen. Zum Umfang der Stellenstreichungen machte der Juwelier keine Angaben.

Der Dollaranstieg hat nicht nur zur Folge, dass Touristen in den USA weniger Geld ausgeben. Im Ausland erzielte Umsätze sind in heimischer Währung auch weniger wert. Mehr als die Hälfte seiner Erlöse erzielt der Luxusjuwelier außerhalb der USA. Um die Effekte zumindest teilweise wettzumachen, hat Tiffany Preise angehoben und Kollektionen aufpoliert. Für 2016 geht Tiffany wegen des starken Greenbacks mit „minimalen Umsatz- und Ergebniszuwächsen“ aus.

An der New Yorker Börsen kam der Zwischenbericht nicht gut an. Die Aktie fiel gegen den allgemeinen Marktrend um knapp fünf Prozent. Zwischenzeitlich war sie sogar auf den tiefsten Stand seit fast drei Jahren abgesackt.

Von

rtr

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