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13.09.2012

08:10 Uhr

Tiger-Bier

Heineken stößt bei Übernahme auf Gegenwehr

Heineken ist nicht mehr alleine. Auch ein thailändischer Milliardär möchte mit seiner Firma Tiger-Bier übernehmen. Nun beginnt ein Bieterwettstreit.

Tiger und Heineken-Flaschen stehen nebeneinander. Reuters

Tiger und Heineken-Flaschen stehen nebeneinander.

SingapurDer niederländische Bierbrauer Heineken muss sich bei seiner geplanten milliardenschweren Übernahme des Tiger-Bier-Produzenten Asia Pacific Breweries (APB) gegen Konkurrenz aus Thailand wehren. Der Milliardär und ThaiBev-Gründer Charoen Sirivadhanabhakdi bietet 7,2 Milliarden Dollar für den APB-Großaktionär Fraser and Neave (F&N), wie der Sohn des Gründers, ThaiBev -Chef Thapana Sirivadhanabhakdi, am Donnerstag mitteilte.

Diese Offerte gefährdet Heinekens Vorstoß auf den asiatischen Markt, da F&N mit 40 Prozent an APB beteiligt ist. Vor dem Gebot hatten der ThaiBev-Gründer sowie der mit ihm verbundene Investor TCC Asset ihren Anteil an Fraser and Neave auf mehr als 30 Prozent erhöht. Damit müssen sie ein Pflichtangebot für das Unternehmen unterbreiten. Am 28. September entscheiden die Anteilseigner von F&N über einen Verkauf des 40-Prozent-Aktienpakets an APB an Heineken.

Heineken hatte vor kurzem seine Offerte für APB auf umgerechnet 6,3 Milliarden Dollar aufgestockt. Der weltweite Branchendritte bietet dem APB-Großaktionär Fraser and Neave (F&N) 53 statt bislang 50 Singapur-Dollar pro Aktie. Mit der jüngsten Aufstockung der Anteile hält Heineken nun 12,2 Prozent direkt an APB und weitere 32,4 Prozent über ein Joint Venture mit F&N.

Mit der Übernahme von APB wollen sich die Niederländer nicht nur Tiger, sondern auch die Marken Bintang und Anchor sowie 30 Brauereien in 14 Ländern sichern, darunter Singapur, Malaysia, Indonesien und Thailand. In der Branche gilt APB als sehr attraktives Übernahmeziel. Der Brauer kann mit einem jährlichen Ergebniswachstum von fast 20 Prozent in den vergangenen zehn Jahren aufwarten.

Die größten Bierbrauer weltweit

Platz 10

BGI / Groupe Castel (Frankreich)

Das französische Traditionsunternehmen BGI / Groupe Castel verkauft nicht nur Bier, sondern auch Wein und Soft Drinks. Insbesondere in Afrika sind die Franzosen mit ihren Marken Castel und Flag gut aufgestellt.

Ausstoß (Mio. hl): 29,8

*Quelle: Barth-Haas Group/Statista, alle Zahlen für 2015

Platz 9

Kirin (Japan)

Die Japaner haben durchaus Sinn für ausgefallene Bierkreationen, entwarfen vor wenigen Jahren ein Frozen Beer. Obwohl die Brauerei, die zum Industriekonglomerat Mitsubishi gehört, ihre Vormachtstellung auf dem Heimatmarkt vor zehn Jahren an Asahi abtreten musste, ist sie global führend.

Ausstoß (Mio. hl): 43,1

Platz 8

Beijing Yanjing Beer Company (China)

Yanjing ist der Durchstarter in Asien. In rasantem Tempo hat sich das Kleinunternehmen zu einem mächtigen Konzern im asiatischen Raum entwickelt. Die Gründung der Brauerei liegt nur gut 30 Jahre zurück.

Ausstoß (Mio. hl): 48,3

Platz 7

Molson-Coors (USA/Kanada)

Die Erfinder des Dosenbiers sind auch international längst eine Größe. 2012 übernahm das Unternehmen die tschechische Brauereigruppe StarBev, zu der auch Staropramen gehört. Dadurch gehören die Amerikaner vor allem in Osteuropa zu den führenden Brauern.

Ausstoß (Mio. hl): 58,1

Platz 6

Tsingtao Brewery (China)

Die Chinesen haben ihren Einfluss in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Als einer der Hauptsponsoren der olympischen Spiele von 2008 in Peking hat sich Tsingtao fest etabliert. Bereits seit 1972 vertreibt die Firma ihre Produkte auch in den USA.

Ausstoß (Mio. hl): 70,5

Platz 5

China Resource Brewery (China)

Dieses Unternehmen setzt auf Kompetenz aus Europa: Das Joint Venture aus dem chinesischen Unternehmen CR Enterprise und SAB-Miller aus Großbritannien produziert die Marke „Snowbeer“ für den chinesischen Markt. Und das durchaus erfolgreich. Wächst die Marke weiter wie bisher, dürfte bald im Ranking aufsteigen.

Ausstoß (Mio. hl): 117,4

Platz 4

Carlsberg (Dänemark)

Die Dänen haben sich längst von einer regionalen Marke zum Global Player entwickelt. Zu Carlsberg gehören auch die deutsche Kultmarke Astra sowie Lübzer und Holsten.

Ausstoß (Mio. hl): 120,3

Platz 3

Heineken (Niederlande)

Die Welt trinkt Heineken, möchte man meinen. Die Marke hat sich international längst etabliert. Heineken ist auch an den deutschen Marken Kulmbacher und Paulaner beteiligt.

Ausstoß (Mio. hl): 188,3

Platz 2

SAB Miller (Vereinigtes Königreich)

Die britische Brauerei ist berühmt-berüchtigt für das „Miller“. Die ur-amerikanische Marke gehört seit 2002 zum SAB-Miller-Konzern und hat sich die australische Traditionssorte Foster's einverleibt.

Ausstoß (Mio. hl): 191,3

Platz 1

Anheuser-Busch Inbev NV/ SA (Belgien)

Der amerikanisch-belgisch-brasilianische Brauriese kann seinen Marktenteil sogar weiter steigern. Mittlerweile stammt jedes fünfte Bier, das weltweit verkauft wird, aus dem Konzern. Die bekannteste deutsche Marke im Portfolio ist Beck's.

Ausstoß (Mio. Hektoliter): 409,9

Von

rtr

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