Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.01.2010

10:29 Uhr

Tourismus

Reisebranche hat Krisenjahr 2009 gut überstanden

Im Krisenjahr 2009 sind die Ausgaben der Deutschen für Reisen leicht gesunken. Alles in allem aber sei die Branche glimpflich davongekommen, urteilt die Commerzbank in einer Studie. Was allerdings Deutschland als Reiseziel angeht, ist die Lage deutlich schlechter.

Reiseziel Malediven: Die Deutschen sind noch immer Tourismus-Weltmeister. dpa

Reiseziel Malediven: Die Deutschen sind noch immer Tourismus-Weltmeister.

HB STUTTGART. Die Reisebranche hat das Krisenjahr 2009 vergleichsweise gut überstanden. Die Ausgaben der Bundesbürger für den Auslandsurlaub sanken um 2,25 Prozent auf knapp 60 Mrd. Euro, wie die Commerzbank am Dienstag in ihrer Reiseverkehrsbilanz erklärte. Deutschland habe den Titel des Reiseweltmeisters vor den USA, Großbritannien und China verteidigt.

Commerzbank-Chef Volkswirt Jörg Krämer sagte, der deutsche Auslandtourismus sei relativ glimpflich durch die Krise gekommen. Für dieses Jahr rechnen die Experten damit, dass die Ausgaben wieder moderat zulegen.

Im vergangenen Jahr verloren nach der Erhebung vor allem die Reiseziele am Mittelmeer Marktanteile. Spanien sei aber mit einem Anteil von mehr als 11 Prozent an den gesamten Reiseausgaben das Lieblingsziel der Deutschen geblieben. Danach folgten Österreich, Italien und Frankreich. Die Türkei konnte ihrem Marktanteil im Vergleich zum Jahr 2000 auf fast 6 Prozent verdoppeln. Spanien und Italien hingegen verzeichnet Einbußen von zusammen 5 Prozent. Die USA und Großbritannien konnten zulegen.

Deutschland bekam als Reiseland die Krise deutlich zu spüren. Im Vergleich zum Rekordjahr 2008 gingen die Einnahmen aus dem Ausland um 9,5 Prozent auf 24,6 Mrd. Euro zurück. Deutschland habe besonders gelitten, weil rund 30 Prozent aller ausländischen Ankünfte einen geschäftlichen Hintergrund hätten. Dies sei ein doppelt so hoher Anteil wie im europäischen Durchschnitt.

Die meisten Einnahmen brachten mit rund einem Viertel die Niederländer und die Schweizer. Gefolgt von Frankreich und Österreich. Die Ausgaben der Reisenden aus Großbritannien und den USA sowie aus Spanien seien am deutlichsten zurückgegangen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×