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02.03.2012

08:27 Uhr

Tourismusbranche

Deutsche zieht es in die Ferne

VonEberhard Krummheuer

Die Tourismusbranche hat das Jahr 2011 erfolgreich hinter sich gebracht und schaut optimistisch in die Zunft. Sorgen bereitet den Reiseveranstaltern jedoch ihr Geschäft in den Krisengebieten Nordafrikas und Griechenland.

Nordseeinsel Borkum: Für die Deutschen ist Deutschland nach wie vor Urlaubsland Nummer eins. dapd

Nordseeinsel Borkum: Für die Deutschen ist Deutschland nach wie vor Urlaubsland Nummer eins.

DüsseldorfDie deutsche Tourismusbranche hat sich 2011 als weithin krisenresistent erwiesen und erwartet nach Umsatz- und Buchungsrekorden für dieses Jahr erneut eine moderate Steigerung. Vor der Internationalen Tourismus-Börse in der kommenden Woche in Berlin äußerte sich Jürgen Büchy, Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV) vorsichtig optimistisch zur Geschäftsentwicklung von Reiseveranstaltern und Reisebüros.

„Alle Indikatoren deuten darauf hin, dass die Branche das sehr gute Jahr 2011 noch einmal toppen kann“, sagte Büchy dem Handelsblatt. Die gute Binnenkonjunktur und die Lage am Arbeitsmarkt hätten unter dem Strich selbst die Folgen der politischen Unruhen in Nordafrika gemildert. Das Thema Schuldenkrise habe noch gar keine Rolle gespielt.

Allerdings hatte es in der Branche auch Klagen gegeben. So bezifferte Tui-Chef Michael Frenzel kürzlich den aus den Auseinandersetzungen in Tunesien und Ägypten resultierenden Verlust bei Europas größtem Reiseveranstalter mit über 80 Millionen Euro. Auch Air Berlin hatte ihre Verluste unter anderem auf das weithin ausgebliebene Nordafrika-Geschäft zurückgeführt.

Sollte die Reisebranche von neuen Krisen oder Naturkatastrophen verschont bleiben, rechnet Büchy mit einer Steigerung bei Buchungen und Umsätzen um noch einmal bis zu drei Prozent. Ähnlich hatte sich Frenzel geäußert.

Reiseveranstalter und Reisebüros hatten im touristischen Geschäftsjahr 2010/2011 (bis 31. Oktober) Umsätze vom 23,3 Milliarden beziehungsweise 22,4 Milliarden Euro erzielt, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von gut neun Prozent entsprach.

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