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05.03.2014

19:19 Uhr

Tourismusbranche mit Rekord

Deutsche investieren 83 Milliarden in den Urlaub

Die Reisemesse ITB nutzt die Tourismusbranche für Zahlen-Glanz: 71 Millionen Urlaubsreisen wurden 2013 verzeichnet, dazu 76 Millionen Kurztrips. Und das ließen sich die Bundesbürger etliche Milliarden kosten.

Messestand der Kanarischen Inseln auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin: Die Deutschen haben Sehnsucht nach Urlaub. AFP

Messestand der Kanarischen Inseln auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin: Die Deutschen haben Sehnsucht nach Urlaub.

BerlinDie Deutschen sind so reiselustig wie noch nie. Im vergangenen Jahr machten die Bundesbürger mehr Urlaub als je zuvor. Knapp 55 Millionen waren unterwegs und machten einer Studie zufolge fast 71 Millionen Reisen von fünf Tagen und mehr. Die Tourismusbranche schätzt die Aussichten angesichts gefüllter Urlaubskassen auch für dieses Jahr als glänzend ein. Die weltgrößte Touristikmesse ITB in Berlin begann deshalb am Mittwoch in bester Stimmung.

Im vergangenen Jahr erreichten die Urlaubsausgaben nach der jüngsten Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) mit gut 64 Milliarden Euro einen Rekordwert. Jeder Bundesbürger ließ sich im Durchschnitt seine Reise 906 Euro kosten. Zudem machten sie knapp 76 Millionen Kurzreisen von zwei bis vier Tagen und wendeten dafür gut 19 Milliarden Euro auf. Bereits knapp ein Drittel der Reisen wird online gebucht, wie die FUR in ihrer Analyse ermittelte.

Die Messehallen rund um den Funkturm sind mit 10.147 Aussteller aus 189 Ländern und Regionen voll ausgebucht. Am Mittwoch öffnete die ITB (bis 9. März) zunächst für Fachbesucher, am Wochenende dann für private Besucher. Erwartet werden insgesamt 170.000 Gäste.

Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft rechnet für dieses Jahr mit einem weiteren Umsatzplus von 1,5 bis 2 Prozent. Das Reiseland Deutschland bleibt aus Sicht der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) insbesondere bei ausländischen Gästen beliebt. Die Zahl der Übernachtungen internationaler Besucher werde 2014 um ein bis drei Prozent auf 72,6 bis 74,1 Millionen steigen, sagten die Tourismuswerber der Bundesrepublik am Mittwoch voraus. „Die Märkte, die jetzt aufbrechen und reisen, haben Deutschland im Fokus“, bemerkte DZT-Chefin Petra Hedorfer.

Die Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Iris Gleicke (SPD), forderte die Branche auf, die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen zu verbessern. Viele Betriebe zahlten gut, aber nicht überall würden die Beschäftigten anständig entlohnt „Sie sollen mit dem, was sie verdienen, auch selbst einmal Urlaub machen können.“

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