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28.08.2012

18:10 Uhr

Transfergesellschaft

Kleiner Lichtblick für IhrPlatz-Beschäftigte

Mit Zähnen und Klauen hatten die Schlecker-Beschäftigten um eine Transfergesellschaft gekämpft, waren aber am Widerstand einzelner Länder gescheitert. Beim Schwester-Unternehmen IhrPlatz sieht das jetzt anders aus.

Eine IhrPlatz-Filiale in Hannover (Archiv). dpa

Eine IhrPlatz-Filiale in Hannover (Archiv).

FrankfurtKnapp 40 Prozent der 3600 Beschäftigten der kurz vor dem Aus stehenden Drogeriemarkt-Kette IhrPlatz können sich in einer Transfergesellschaft auf die Jobsuche vorbereiten. 1409 IhrPlatz-Mitarbeiter erhielten das Angebot, vom 10. September an für sechs Monate in die Beschäftigungsgesellschaft zu wechseln, teilte Insolvenzverwalter Werner Schneider am Dienstag mit. Dort erhalten sie 80 Prozent ihres letzten Lohns. Die 1033 Beschäftigten in "Mini-Jobs" bei IhrPlatz gehen leer aus. Sie könnten aus rechtlichen Gründen nicht in die Transfergesellschaft wechseln, erklärte Schneider.

Bei IhrPlatz, die von der Muttergesellschaft Schlecker mit in die Pleite gerissen worden war, und bei Schlecker XL schließen am Mittwoch die Tore. Bis dahin läuft der Ausverkauf.

1140 IhrPlatz-Beschäftigte behalten ihren Arbeitsplatz. Die 108 Märkte, in denen sie arbeiten, werden vom niedersächsischen Drogerie-Unternehmer Dirk Rossmann übernommen. Er habe Schneider zugesagt, die Mitarbeiter weiter zu beschäftigen. 30 weitere IhrPlatz-Filialen werden vom Textildiscounter NKD übernommen, rund 100 wurden von der österreichischen MTH-Gruppe gekauft, die damit ihr Netz an "MäcGeiz"-Billigläden ausbauen will. Dort müssen sich die bisherigen IhrPlatz-Mitarbeiter aber neu bewerben. Schneider teilte nur mit, die neuen Eigentümer stünden ihren Bewerbungen "sehr offen gegenüber".

IhrPlatz & Schlecker XL: Weitere 80 Filialen finden Käufer

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Anders als bei IhrPlatz war eine Transfergesellschaft für Schlecker am Widerstand aus der Politik gescheitert. Das hatte nach Angaben von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz mögliche Käufer abgeschreckt, die eine Klagewelle fürchteten. Die letzten Schlecker-Filialen hatten Ende Juni geschlossen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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giftzwerg

30.09.2012, 20:22 Uhr

tja ohne verdi gehst wohl doch besser der betriebsrat von ihr platz war verdi frei.....verdi hätte nur zu gerne das geld für eine total unnötige betriebsversammlung so kurz vor dem aus verschleudert hatte sogar bereits klage zur auflösung des Ip betriebsratea eingeleitet.....aber wieder zurückgezogen:-))verdi geht es leider auch mehr um macht als um die arbeitnehmer

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