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22.03.2012

13:01 Uhr

Transfergesellschaft

„Wir müssen zu Potte kommen“

Tausende „Schleckerfrauen“ zwischen Hoffen und Bangen. Schon bald sollen sie ihren Arbeitsplatz bei der insolventen Drogeriekette verlieren - und immer noch ist nicht klar, wie es für sie weitergeht.

Mehr als 11.0000 Mitarbeiter sollen in der Gesellschaft aufgefangen werden. dpa

Mehr als 11.0000 Mitarbeiter sollen in der Gesellschaft aufgefangen werden.

BerlinDie Bundesländer wollen den Weg für eine Auffanggesellschaft für mehr als 10.0000 Beschäftigte der insolventen Drogeriekette Schlecker frei machen. Vertreter der Länder trafen heute in Berlin unter dem Vorsitz des baden-württembergischen Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid zusammen, um die Finanzierung einer Transfergesellschaft zu klären.

„Ich bin verhalten optimistisch“, sagte Schmid vor Beginn des Gesprächs. Eine rasche Einigung sei nötig, damit die von der Entlassung bedrohten Mitarbeiter in einer Transfergesellschaft aufgefangen werden können. Er wolle auch noch einmal mit dem Bund über ein stärkeres Engagement reden, der bisher lediglich technische Hilfe zugesagt hat.

„Heute ist der große Knackpunkt, welche Länder sich tatsächlich sich an der gemeinsamen solidarischen Lösung beteiligen“, sagte Daniel Rousta vom baden-württembergischen Finanz- und Wirtschaftsministerium. Allerdings sei noch nicht klar, ob dieses Ziel erreicht werde, denn es habe zuletzt kritische Stimmen aus einzelnen Ländern gegeben. „Wir müssen zu Potte kommen“, forderte Rousta. Sonst drohe eine Auffanggesellschaft für die mehr als 10.000 von der Entlassung bedrohten Schlecker-Mitarbeiter zu scheitern.

Kommentare (1)

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ueberfluessiger_kritiker

22.03.2012, 12:40 Uhr

"Sie sollen entlassungsbedrohte Schlecker-Mitarbeiter aufnehmen und ihnen für ein Jahr einen erheblichen Teil ihres Einkommens garantieren. Zudem sollen die Beschäftigten durch das Unternehmen für neue Jobs geschult werden."
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Bei einem angemeldeten Kreditbedarf von 71.000.000 Euro, 8 TG und zwei koordinierenden TA's, resp. 2 administrativ wirkendenden TGS für 11.000.000 MA inkl Gehaltsausfallzahlungen.
„Wir müssen zu Potte kommen“, forderte Rouska.
Damit wäre wenigstens in BW, nach den Erfolgen von Stuttgart wieder halbwegs Ruhe eingekehrt.
Man könnte das allerdings auch als Unternehmenssubvention im Rahmen einer Planinsolvenz betrachten.
Sind das neue unternehmerische Vorstöße?
BW hatte seine Wahl bereits...
Politik verstehen? Wie?
Als Plumpsack, der herumgereicht werden soll, bis der Klingelbeutel voll ist?

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