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27.05.2012

09:48 Uhr

Transport-Firmen

Logistiker haben Angst vor dem Euro-Kollaps

VonChristoph Schlautmann

Bei den Auftraggebern sinken die Wirtschaftserwartungen und die Preise für Transportleistungen gehen bereits zurück. Trotzdem bauen Logistikanbieter weiter Kapazitäten aus. Das aber könnte sich bald ändern.

Den Transportunternehmen drohen schwere Zeiten. dpa

Den Transportunternehmen drohen schwere Zeiten.

DüsseldorfDie Sorge um Griechenland und den Fortbestand des Euros trübt die Stimmung unter deutschen Logistik-Kunden. Nach einer Studie der Bundesvereinigung Logistik, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, sanken die Wirtschaftserwartungen in Handel und Industrie um mehr als fünf Punkte auf einen Indexwert von 115,7. Vor einem Jahr noch hatte der der BVL einen Wert von 150,3 ermittelt.

Nach Auskunft des Bremer Branchenverbands, in dem rund 10.000 Firmen und Manager aus dem Logistikgewerbe organisiert sind, drückt vor allem die Ungewissheit rund um den Euro die Stimmung. Denn: „Der Euro hat der Logistik viel gebracht“, sagt BVL-Vorstandschef Raimund Klinkner. Die Gemeinschaftswährung reduzierte seit ihrer Einführung nicht nur den Aufwand für die innereuropäische Transportabwicklung dramatisch. Auch die Inflation verlief seither langsamer als zur D-Mark-Zeit.

Steigende Dieselpreise: Spediteure üben sich im Kraftstoffsparen

Steigende Dieselpreise

Spediteure üben sich im Kraftstoffsparen

Um die steigenden Dieselpreise mit Müh und Not kompensieren zu können, drücken Spediteure derzeit ihren Spritverbrauch. Dazu gehört nicht nur der Kauf von Dieselkontingenten, sondern auch Fahrertrainings und Tempolimits.

Obwohl die deutschen Spediteure ihre eigene Lage laut BVL-Index immer noch optimistisch einschätzen - der Indexwert stieg sogar von 119 auf 138, gehen die Transportpreise derzeit erheblich zurück. Laut Capgemini Consulting und dem Branchendienst DVZ sanken sie im ersten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorquartal um 7,9 Prozent. Vor einem Jahr noch lagen sie um 3,8 Prozent über dem aktuellen Niveau. „Der derzeitige Trend geht weiter klar hin zu sinkenden Preisen“, sagte Capgemini-Logistikexperte Hendrik Müller.

Als Grund nennt er die Verschuldungskrise in Europa. Einige Länder steckten in einem wirtschaftlichen Abschwung. Die Sparprogramme in den Unternehmen treffen vor allem die Spediteure. Denn bei vielen Auftraggebern seien die Logistikverantwortlichen gerade dabei, die Transportpreise nach unten zu verhandeln.

Kommentare (3)

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Steuerzahler

27.05.2012, 10:06 Uhr

Hier ist der Link zur Petition gegen den ESM:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=24314

Account gelöscht!

27.05.2012, 10:37 Uhr

Danke, werde den Link weitergeben.

Joker1

28.05.2012, 00:33 Uhr

Absoluter Schwachsinn.
Der Branche geht es schlecht und gerade wegen dem Euro.
Man sollte sich mal an die Zeitgen vor 1994 erinnern.
Natürlich können einige der sog. Globalplayer mit ihrer
Personal- und Ausflaggungstaktik mit dem Euro richtig
abzocken. Der überwiegende Teil der Branche jedoch kämpft
seit Jahren ums Überleben. Die können sich nicht wehren
und werden von der Industrie und den großen der Branche,
für die Sie als Subis beschäftigt sind ausgenommen und
verbrannt. Kann jederzeit fundierte, belegte Beweise
auflisten. Also lasst dieses dumme Geschwafel, ihr gekauften Stimmungsmacher.

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