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03.03.2011

10:25 Uhr

Trotz Preissteigerungen

Volle Auftragsbücher für deutsche Dienstleister

Gute Aussichten für deutsche Dienstleister: Neben Frankreich kann sich vor allem Deutschland über gut gefüllte Auftragsbücher freuen. Allerdings belasten die Preisanstiege für Energie und Lebensmittel die Branche.

Restaurant in Stuttgart: Der Dienstleistungs-Sektor hat im Februar ein Nachrezessionshoch erreicht. Quelle: dpa

Restaurant in Stuttgart: Der Dienstleistungs-Sektor hat im Februar ein Nachrezessionshoch erreicht.

BerlinDeutschland und Frankreich verhelfen den Dienstleistern in der Euro-Zone zum stärksten Wachstum seit dreieinhalb Jahren. Angesichts steigender Auftragseingänge und vollerer Bestellbücher stockten die Firmen ihre Belegschaften im Februar kräftig auf, wie die Markit-Experten am Donnerstag zu ihrer Umfrage unter etwa 2000 Firmen mitteilten. Die Firmen rechnen auch für die nächsten Monate mit guten Geschäften und beurteilen ihre Geschäftsaussichten so günstig wie seit zehn Monaten nicht mehr.

Der Einkaufsmanagerindex stieg auf 56,8 Punkte und erreichte damit seinen höchsten Stand seit August 2007. In einer ersten Schätzung waren die Markit-Experten jedoch noch von einem noch stärkeren Anstieg auf 57,2 Punkte ausgegangen.

Der Dienstleistungs-Sektor habe im Februar ein Nachrezessionshoch erreicht, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. „Allerdings blieb der Aufschwung zweigeteilt und maßgeblich von den beiden führenden Ländern Deutschland und Frankreich abhängig.“ So liefen in Frankreich die Geschäfte so gut wie seit August nicht mehr, auch in Deutschland signalisierte der Einkaufsmanagerindex trotz eines Rückgangs weiterhin hohes Wachstum. Die Länder am Rand des Euro-Raums hinken der Entwicklung dagegen hinterher. Zumindest ging es auch in Irland, Italien und Spanien aufwärts.

Der Auftragseingang zog an, vor allem in Deutschland und Frankreich. In Spanien erhielten die Dienstleister hingegen erneut weniger Aufträge, wenngleich der Rückgang nur noch gering ausfiel. Ähnlich zeigt sich das Bild beim Stellenaufbau, der sich weitgehend auf die beiden größten Volkswirtschaften des Währungsraums beschränkte. In Spanien und Irland bauten die Dienstleister nicht mehr so viele Arbeitsplätze ab wie im Vormonat.

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