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05.05.2012

14:38 Uhr

Trotz Rhön-Kauf

Fresenius sieht sich für Übernahmen gerüstet

Es ist der fünfte Großeinkauf für den Gesundheitskonzern seit 2005 - dennoch sieht sich Fresenius auch nach der Rhön-Übernahme für weitere Zukäufe gerüstet. „Wir wollen flexibel bleiben“, sagte der Fresenius-Chef.

Blick auf den Eingang zur Konzern-Zentrale der Fresenius AG in Bad Homburg. dpa

Blick auf den Eingang zur Konzern-Zentrale der Fresenius AG in Bad Homburg.

FrankfurtDer Gesundheitskonzern Fresenius sieht sich auch nach der geplanten Milliarden-Übernahme des Konkurrenten Rhön Klinikum für weitere Zukäufe gerüstet. "Wenn Gelegenheiten kommen, dann möchten wir flexibel sein. Das haben wir auch dieses Mal in unserem Finanzierungskonzept berücksichtigt", sagte Fresenius-Chef Ulf Schneider der "Euro am Sonntag" laut Vorabbericht vom Samstag. Die 3,1 Milliarden Euro schwere Übernahme des Klinikbetreibers Rhön wäre die fünfte Großakquisition der Hessen seit 2005.

Schneider geht allerdings davon aus, dass die Rentabilität des Gesamtkonzerns nach dem Kauf zurückgeht. "Rein rechnerisch ist es so, dass durch die Verstärkung des Krankenhausgeschäfts die durchschnittliche Ebit-Marge des Konzerns sinkt", sagte der Manager. Er betonte zugleich die gute Kapitalrendite und das vergleichsweise niedrige Risiko des Krankenhausgeschäfts.

Fresenius bietet den Rhön-Aktionären 22,50 Euro pro Anteilschein. Zusammen mit seiner Tochter Helios würde der Bad Homburger Konzern damit den unangefochtenen Marktführer unter den privaten Klinikbetreibern in Deutschland mit mehr als 80.000 Mitarbeitern formen. Ob Fresenius mit seiner Offerte Erfolg hat, ist allerdings keinesfalls sicher, da über 90 Prozent der Rhön-Aktionäre diese annehmen müssen. "Wenn es nicht zu den 90 Prozent reicht, dann wird das Angebot hinfällig", machte Schneider deutlich.

Der Konzernchef stellte den Fresenius-Aktionären eine höhere Dividende für das laufende Geschäftsjahr in Aussicht. "Wird die Gewinnprognose erreicht, und davon gehen wir fest aus, dann wird es 2013 die 20. Dividendenerhöhung in Folge geben", sagte er. Auch die Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) ist weiter gut unterwegs: "Wir sind fest davon überzeugt, dass FMC die Jahresprognose erreichen oder übertreffen wird", sagte Schneider.

Von

rtr

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