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16.06.2011

11:43 Uhr

Trotz schwächeren Welthandels

Hamburger Hafenkonzern macht sich keine Sorgen

Die nachlassende Dynamik im Welthandel bereitet dem Hamburger Hafenkonzern kein Kopfzerbrechen. Besonders das brummende Geschäft mit Asien und Osteuropa soll die HHLA unabhängig davon weiter Wachstum bescheren.

Containerschiff am Terminal Altenwerder der HHLA im Hamburger Hafen. Quelle: dpa

Containerschiff am Terminal Altenwerder der HHLA im Hamburger Hafen.

HamburgDer nachlassende Schwung im Welthandel treibt dem Chef des Hamburger Hafenlogistikkonzerns HHLA keine Sorgenfalten auf die Stirn. Klaus-Dieter Peters stellte am Donnerstag den Aktionären in diesem Jahr ein Umsatzplus zwischen zehn und 15 Prozent in Aussicht. Bisher war der mit Eurogate konkurrierende Konzern von einer Steigerung um deutlich über zehn Prozent ausgegangen. Die Ergebnismarge solle sich im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessern, sagte Peters.

Daneben bekräftigte er die Geschäftsziele, wonach der Konzern in diesem Jahr mit einem Anstieg im Containerumschlag um mehr als zehn Prozent rechnet. Der Exportboom hatte die Hamburger Hafen- und Logistik AG (HHLA) zu Jahresbeginn stark wachsen lassen. Die Zahl der im Hamburger Hafen und im Schwarzmeerhafen Odessa über die Kaimauern bewegten Container erhöhte sich von Januar bis März um ein Drittel auf 1,7 Millionen. Davon entfällt der mit Abstand größte Teil auf die Hansestadt.

Damit gewann die HHLA Marktanteile zurück, die sie in Krisenzeiten an ihre Konkurrenten in Antwerpen und Rotterdam verloren hatte. Antrieb war das brummende Geschäft mit Asien und Osteuropa, in dem Hamburg besonders stark vertreten ist. Auch im Hinterlandverkehr, in dem die HHLA Container mit Zügen und Lastwagen nach Osteuropa transportiert, die in Hamburg per Schiff angekommen sind, legte stark zu.

Inzwischen mehren sich allerdings Anzeichen, dass sich der Welthandel abschwächt. Peters sagte seinem Redemanuskript zufolge, die Prognosen für die weitere Konjunkturentwicklung und den Containerumschlag „deuten auf ein Auslaufen von Sonder- und Nachholeffekten“ hin. Die Wachstumsdynamik lasse nach. Die HHLA wolle sich davon aber absetzen.

 

Von

rtr

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