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08.04.2013

08:49 Uhr

Trotz Sparprogramms

Lufthansa sucht Übernahmekandidaten

Die Lufthansa soll sich „strukturell und kulturell” verändern – das verlangt zumindest Aufsichtsratschef Jürgen Weber. Eine Möglichkeit wäre die Übernahme anderer Fluggesellschaften.

„Die Branche verdient unter Strich kein Geld“: Lufthansa-Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Weber, hier bei der Hauptversammlung in 2011. dpa/picture alliance

„Die Branche verdient unter Strich kein Geld“: Lufthansa-Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Weber, hier bei der Hauptversammlung in 2011.

FrankfurtDie Lufthansa will sich trotz ihres milliardenschweren Sparprogramms weiter aktiv am Ausleseprozess der Luftfahrtbranche beteiligen. „Wir halten die Augen offen, und wir werden auch sicher noch weiter expandieren”, sagte der scheidende Aufsichtsratschef Jürgen Weber dem Handelsblatt. „Allerdings konzentrieren wir uns zunächst auf die Konsolidierung unseres bestehenden Portfolios.” Der Lufthansa war in der Vergangenheit immer mal wieder ein Interesse an der skandinavischen Fluggesellschaft SAS nachgesagt worden. Mit SAS arbeitet die Lufthansa bereits in der Flugallianz Star Alliance zusammen.

Große Hoffnungen knüpft Weber an das Sparprogramm „Score”. „Wir müssen unsere Ergebnisse deutlich steigern. Dazu ist es nötig, die Lufthansa zu verändern – strukturell, aber auch kulturell”, sagte er. Seiner Einschätzung nach werden die Sanierungsmaßnahmen dafür sorgen, „dass Lufthansa alle wichtigen Investitionen auch künftig aus eigener Kraft finanzieren kann”.

Weber hält eine Konsolidierung der Luftfahrt für unumgänglich. Die Branche insgesamt habe in ihrem 100-jährigen Bestehen unter dem Strich kein Geld verdient. Das müsse sich ändern, forderte Weber, der im Mai vom früheren Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber als Aufsichtsratsvorsitzender abgelöst wird. Wenn Überkapazitäten abgebaut würden, dann würden auch die Ticketpreise steigen.

Von

rtr

Kommentare (8)

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Gast

08.04.2013, 10:01 Uhr

Für die Lufthansa fangen die Probleme erst an. Das Abgreifen der europäischen Kundschaft wird immer schwieriger. In Moskau wird die Aeroflot das Modell der Golf-Carrier kopieren. Die haben massenhaft Langstreckenflieger bestellt. Dazu kommt, dass die Chance zu massiven Kostensenkungen verpennt wurde. Germanwings ist kein Billigflieger und wird auch keiner mehr werden. Die Probleme liegen, wie bei den anderen "alten" Airlines, bei der Lufthansa und nicht beim Wettbewerb.

klaus

08.04.2013, 10:03 Uhr

Da kann man nur gratulieren, dass Herr Weber Herrn Mayerhuber als seinen Nachfolger "erfolgreich" positioniert hat; denn mit Herrn Mayerhuber, dessen misslungene Beteiligungsengagements Herr Franz gerade ausbaden muss, darf man dann als Lufthansakunde "hoffnungsfroh" den sicherlich "effektiven" neuen Akquisitionen entgegensehen. Ich verstehe Herrn Franz nicht, der bisher respektable Arbeit geleistet hat, dass er die Ernennung von Herrn Mayerhuber nicht verhindert hat.

wilkem

08.04.2013, 11:15 Uhr

Zum Glück erwähnt Weber "Konzentration zunächst auf die Konsolidierung des bestehenden Portfolios". Eine Akquisition wäre der Killer der notwendigen und teilweisen Neuausrichtung.

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