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31.01.2013

08:46 Uhr

Trübes Weihnachtsgeschäft

Umsatz der Einzelhändler bricht auf 20-Monats-Tief ein

Im Dezember ist der Umsatz der Einzelhändler trotz Weihnachtsgeschäft deutlich zurückgegangen. Die Einnahmen fielen um zwei Prozent im Vergleich zum November. Der größte Rückgang seit Mai 2011.

Zu später Stunde auf der Einkaufsmeile. Der Umsatz der Einzelhändler ist so stark eingebrochen wie seit Mai 2011 nicht mehr. dpa

Zu später Stunde auf der Einkaufsmeile. Der Umsatz der Einzelhändler ist so stark eingebrochen wie seit Mai 2011 nicht mehr.

BerlinDie deutschen Einzelhändler haben im wichtigen Weihnachtsgeschäft die stärksten Umsatzeinbußen seit mehr als anderthalb Jahren erlitten. Die Einnahmen fielen im Dezember um 2,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Preisbereinigt (real) gab es ein Minus von 1,7 Prozent.

„Das ist jeweils der stärkste Rückgang seit Mai 2011“, sagte ein Statistiker. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem realen Minus von 0,1 Prozent gerechnet, nachdem es im November noch ein Plus von 0,6 Prozent gegeben hatte.

Trotz Rekordbeschäftigung und höherer Löhne stieg der Einzelhandelsumsatz 2012 langsamer als in den beiden Vorjahren. Der Zuwachs lag bei 1,9 Prozent. 2011 hatte es noch ein Plus von 2,7 Prozent gegeben, 2010 von 2,6 Prozent. Real fiel der Umsatz im vergangenen Jahr sogar um 0,3 Prozent. Das war das erste Minus seit dem Krisenjahr 2009.

Von

rtr

Kommentare (13)

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Gast

31.01.2013, 08:59 Uhr

Mit der Wiedergabe der Verbandsnachrichten haben sich die Medien mal wieder zum Gespött gemacht. Dabei war die Entwicklung deutlich erkennbar."Sale" allerorten.

Koboldo

31.01.2013, 09:11 Uhr

Noch im Dezember hörte man nur positive Stimmen zum Weihnachtsgeschäft. Und jetzt stellt sich heraus, dass es Einbrüche gab. Die Medien arbeiten einfach schlampig und wollen nur Trends setzen, recherchieren aber völlig unzureichend.

Doc_x

31.01.2013, 09:18 Uhr

Es erhebt sich die Frage, ob das nur den stationären Einzelhandel abbildet oder ob das Online-Geschäft in den Zahlen enthalten ist.
Bei Ersterem wären die Werte leicht verständlich, letzteres wäre in der Tat schon überraschender.
Der Dezember hatte dieses Jahr allerdings auch weniger Verkaufstage, stets auch immer ein Faktor.

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