Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.08.2016

18:42 Uhr

Turkish Airlines

Gekündigte Mitarbeiter wehren sich

Kurz nach dem Putschversuch entließ Turkish Airlines mehr als 200 Mitarbeiter. Das Unternehmen gehört knapp zur Hälfte dem türkischen Staat. Mehrere Mitarbeiter wehren sich nun vor Gericht gegen ihre Kündigungen.

Zehn Tage nach dem Putschversuch vom 15. Juli hatte das Unternehmen mitgeteilt, die Verträge von 211 Mitarbeitern gekündigt zu haben. Reuters

Turkish Airlines in Istanbul

Zehn Tage nach dem Putschversuch vom 15. Juli hatte das Unternehmen mitgeteilt, die Verträge von 211 Mitarbeitern gekündigt zu haben.

BerlinMehr als 200 Mitarbeiter mussten bei Turkish Airlines nach dem Putschversuch im Juli gehen. Nun gibt es erste Verfahren am Berliner Arbeitsgericht. Ein Mitarbeiter will an diesem Mittwoch per einstweiliger Verfügung erreichen, dass die teilstaatliche Airline ihn weiter beschäftigt.

Den Vorwurf, er habe den Putsch unterstützt, weise er als unzutreffend und rufschädigend zurück, wie das Gericht mitteilte. An diesem Donnerstag und am Mittwoch nächster Woche werden die Fälle zweier weiterer Mitarbeiter verhandelt.

Das Unternehmen spricht in diesen drei Fällen von Kündigungen aus betriebsbedingten Gründen. „Die Unterstellung, politische Gründe hätten bei der Personalentscheidung irgendeine Rolle gespielt, ist unwahr“, teilte ein Sprecher mit. Die Fälle werden in Berlin verhandelt, weil die Mitarbeiter bei der dortigen Niederlassung der Fluggesellschaft angestellt waren.

Turkish Airlines: Ausgebremst vom guten Freund Erdogan

Turkish Airlines

Premium Ausgebremst vom guten Freund Erdogan

Turkish-Airlines-Chef Temel Kotil sollte die Fluglinie für Erdogan zur größten und besten machen. Doch der Freund macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Eine ungewohnte Situation für den Manager.

Turkish Airlines gehört zu knapp der Hälfte dem türkischen Staat. Zehn Tage nach dem Putschversuch vom 15. Juli hatte das Unternehmen mitgeteilt, die Verträge von 211 Mitarbeitern gekündigt zu haben. Hintergrund seien nicht erfüllte Aufgaben und notwendige Aktionen gegen Anhänger des Predigers Fethullah Gülen, den die Türkei als Anführer des Putschversuches von Mitte Juli sieht.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×