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28.08.2012

17:11 Uhr

Twitter

Rassismus-Vorwürfe gegen die Deutsche Bahn

VonTina Halberschmidt , Johannes Steger

Via Twitter berichtete ein Reisender, ein Schaffner habe sich gegenüber einer dunkelhäutigen Frau rassistisch geäußert. Die Deutsche Bahn versuchte den Fall herunterzuspielen - und provozierte einen Sturm der Entrüstung.

Via Twitter beschwerte sich @kre8tiv bei der Deutschen Bahn.

Via Twitter beschwerte sich @kre8tiv bei der Deutschen Bahn.

Die Äußerung eines Angestellten der Deutschen Bahn hat bei Twitter einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Wie @kre8tiv bei Twitter berichtete, habe eine dunkelhäutige Frau während der Fahrt nicht mit ihren Kindern durch den Zug laufen wollen. Ein Schaffner habe dies mit dem Satz „In Afrika fahren die Züge nicht so schnell!“ kommentiert. „Rassismus bei der Deutschen Bahn", empört sich @kre8tiv.

Das Social-Media-Team der Deutschen Bahn, das unter @DB_Bahn bei Twitter vertreten ist und sich um die Anliegen der Reisenden kümmert, schrieb zurück: Man könne die Situation zwar nur schwer beurteilen, der Satz sei jedoch nicht rassistisch.

Daraufhin wird @kre8tiv deutlicher. Sein Vorwurf: Der Schaffner denke „Dunkle Haut —> Afrika —> unzivilisiert.“ Darauf antwortet @DB-Bahn: „Das denken Sie? Tut mir leid, aber da unterstellen Sie dem Mitarbeiter eine ganze Menge, ohne zu wissen, was er gedacht hatte.“ Auf die Nachfrage, ob der Schaffner sich wohl auch gegenüber einer hellhäutigen Frau ähnlich geäußert hätte, erklärt @DB_Bahn: „Ja, wenn die Familie weiß gewesen wäre und aus Afrika kommen würde, hätte er es wahrscheinlich auch gesagt.“

Kommentare (10)

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hasankababie

28.08.2012, 18:59 Uhr

das ist alltag in deutschland, mit dem unterschide, dass heutzutage auch die menschen seh gut "genetzwerkt" sind. nicht nur die finanz- und sonstiges-behoerden. und man ist anonym. dass heisst eine mkann nichts passieren. zum beispiel das harzIV-geld gekuerzt wird oder man bekommt besuch bei der arbeit oder so....

judgehpde

28.08.2012, 19:22 Uhr

Es ist schon traurig, dass sich das Handelsblatt zur Plattform für die tumbe Dichtkunst eines offenbar ewig Gestriden machen lässt.

DB_Fan_erster_Klasse...

28.08.2012, 19:23 Uhr

Kann ich nachvollziehen. Meine Freundin kommt aus einem asiatischen Land. Als sie bei der S-Bahn in Berlin eine Jahreskarte kaufen wollte, hat die Bahnbedienstete so getan, also ob meine Freundin Chinesisch sprechen würde. Sie spricht zwar nicht akzentfrei, aber man kann sie dennoch gut verstehem. Das war dann Grund genug sie von oben herab zu behandeln und sagenhaft unfreundlich zu ihr zu sein. Da platzt einem der Kragen... Sie sagte mir daraufhin, dass es immer so sei.

Weiter so DB! Diese Kundenorientierung und intolleranz gegenüber Ausländern wird sich auszahlen...

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