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18.01.2007

10:49 Uhr

Über Durchschnitt

Preise für Obst und Gemüse rasant gestiegen

Die Preise für Obst, Gemüse und alkoholfreie Getränke sind 2006 wesentlich stärker gestiegen als die durchschnittlichen Verbraucherpreise. Daran sollte nicht die Mehrswertsteuer schuld sein, denn für Lebensmittel gilt der unveränderte ermäßigte Satz.

HB BERLIN. Die Bundesbürger zahlten für Gemüse 8,2 Prozent und für Obst 2,4 Prozent mehr als 2005, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag anlässlich der Eröffnung der „Grünen Woche“ mitteilte. Kartoffeln kosteten sogar 26,4 Prozent mehr. Die allgemeinen Verbraucherpreise legten 2006 um 1,7 Prozent zu. Im Schnitt geben die privaten Haushalte in Deutschland rund zehn Prozent ihrer Konsumausgaben für Nahrung und alkoholfreie Getränke aus.

Während sich die Preise für Eier, Milch und Butter kaum veränderten, wurden Mineralwasser, Säfte und Limonaden deutlich teurer. Sie verzeichneten ein Plus von 2,4 Prozent. Kaffee kostete sogar 4,7 Prozent mehr. Insgesamt wurden 2006 Nahrungsmittel 1,8 Prozent teurer, alkoholfreie Getränke 2,8 Prozent.

Auf lange Sicht liegt der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken hinter der allgemeinen Preisentwicklung. Während die Verbraucherpreise insgesamt seit 2000 um 10,1 Prozent zulegten, stiegen sie nur um 7,3 Prozent. Für alle Nahrungsmittel und die meisten alkoholischen Getränke gilt der ermäßigte Satz der Mehrwertsteuer von sieben Prozent. Damit ging die Steuererhöhung am 1. Januar an diesem Bereich weitgehend vorbei.

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