Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.08.2012

10:35 Uhr

Übernahme

Aer Lingus zeigt Ryanair weiter die kalte Schulter

Der irische Staatskonzern wehrt sich weiterhin mit allen Mitteln gegen eine Übernahme durch Konkurrent Ryanair. Sollten die Aktionäre sich doch verleiten lassen, gibt es nur noch eine Rettungsmöglichkeit.

Ein Airbus der Fluggesellschaft Aer Lingus im Landeanflug in Dublin. dpa

Ein Airbus der Fluggesellschaft Aer Lingus im Landeanflug in Dublin.

DublinIm Kampf gegen eine Übernahme durch den irischen Billigflieger Ryanair schwört der ehemalige Staatskonzern Aer Lingus seine Aktionäre erneut auf Ablehnung ein. Ryanair habe keine neuen Informationen geliefert, die die Einstellung des Managements hätten ändern können, erklärte Aer Lingus am Freitag.

Die Ryanair-Offerte sei nicht im Interesse der Aktionäre und bewerte das Unternehmen deutlich zu gering. Zudem dürfte die Übernahme abermals von der EU-Kommission untersagt werden. Die Kartellwächter in Brüssel wollen bis Mittwoch über die Fusionspläne entscheiden. Ryanair, Europas größter Billigflieger, hat in einem dritten Anlauf 694 Millionen Euro für die zu einem Viertel Irland gehörende Aer Lingus geboten.

Ryanair hält seit längerem 29 Prozent an Aer Lingus und hat schon 2006 vergeblich versucht, den Konkurrenten zu übernehmen. Das Vorhaben war schließlich 2007 an der EU-Kommission gescheitert. Zuletzt hatte es eher so ausgesehen, als ob Ryanair seine Pläne aufgibt und seinen Anteil verkauft.

Im April war laut „Irish Times“ noch der Lufthansa-Partner JetBlue mit im Rennen um eine Beteiligung an Aer Lingus. In dem Artikel hieß es, die Amerikaner seien die Wunschpartner des Aer-Lingus-Managements, da beide Unternehmen eine vergleichbare Niedrigpreisstrategie verfolgten und auf keinerlei Routen miteinander konkurrierten.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×