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06.09.2012

18:28 Uhr

Übernahme durch Vue

Cinemaxx könnte bald von Börse verschwinden

Die zweitgrößte deutsche Kinokette dürfte bald von der Börse verschwinden: Dem britischen Kinokonzern Vue fehlen nur noch wenige Prozent, bis er die restlichen Cinemaxx-Aktionäre zwangsweise abfinden kann.

Cinemaxx in Hamburg: Die Kinokette könnte bald von der Börse verschwinden. dpa

Cinemaxx in Hamburg: Die Kinokette könnte bald von der Börse verschwinden.

FrankfurtDie zweitgrößte deutsche Kinokette Cinemaxx dürfte bald vom Kurszettel verschwinden. Nach dem Ende der Übernahmefrist ist der britische Kinokonzern Vue Entertainment nur noch 0,63 Prozent von der 95-Prozent-Schwelle entfernt, ab der er die restlichen Cinemaxx-Aktionäre zwangsweise abfinden kann, wie er am Donnerstag mitteilte. Der Finanzinvestor Doughty Hanson, der um Vue und Cinemaxx eine europaweite Kinokette schmieden will, hatte den sogenannten „Squeeze-Out“ bereits in Aussicht gestellt.

Von Freitag an haben die Anteilseigner noch einmal zwei Wochen Zeit, ihre Aktien zu je 6,45 Euro zu verkaufen. Einige hoffen jedoch noch auf mehr: Am Donnerstag lagen Cinemaxx bei 6,55 Euro. Der Münchener Medienunternehmer Herbert Kloiber hatte sich bereits vor Beginn der Übernahmeofferte mit Vue geeinigt und seine 85-Prozent-Beteiligung für 147 Millionen Euro an die Briten verkauft.

Die Hamburger Kette hat schwere Jahre hinter sich. Firmengründer Hans-Joachim Flebbe hatte Cinemaxx an die Börse gebracht. Kloiber war 2004 eingestiegen, indem er der Dresdner Bank Kredite billig abkaufte und diese später in Eigenkapital wandelte. Heute ist Cinemaxx schuldenfrei und profitabel.

Von

rtr

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