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23.01.2007

14:37 Uhr

Übernahme

US-Hedgefonds will mehr für Techem-Anteile

Der US-Hedgefonds Elliott Associates hält das Übernahmeangebot von Macquarie und BC Partners für den Eschborner Energiedienstleister Techem für zu niedrig. Und es gibt noch weitere Gründe, warum Elliott nicht davon ausgeht, dass die beiden Investoren jemals die gewünschten 70,5 Prozent bekommen.

HB FRANKFURT. Kurz vor Ablauf des Übernahmegebotes von Macquarie für den Eschborner Energiedienstleister Techem macht der US-Hedgefonds Elliott Associates in einem Zeitungsbericht Stimmung gegen das Vorhaben. „Mit 55 Euro je Aktie ist Techem klar unterbewertet“, zitierte die „Börsen-Zeitung“ einen Manager des US-Fonds. „Wir gehen davon aus, dass bei einem Angebot von 55 Euro die Mindestannahmeschwelle nicht erreicht wird“.

Der Fonds ist kein Unbekannter: Elliott hatte bei der Übernahme von Wella durch Procter & Gamble vor vier Jahren Widerstand geleistet und damit einen höheren Preis für die Vorzugsaktien durchgesetzt. Zuletzt verpasste der Schweizer Arbeitsvermittler Adecco bei seiner Übernahme des Düsseldorfer DIS wegen Elliott Associates die für den Squeeze-Out notwendige Schwelle von 95 Prozent.

Um die 95-Prozent-Schwelle geht es bei Techem zunächst nicht: Macquarie hat bei dem Gebot für den Eschborner Energiedienstleister die Bedingung gestellt, 70,5 Prozent der Aktien zu erhalten. Die australische Bank bietet insgesamt 1,36 Mrd. Euro für das Ableseunternehmen Techem. Bis zum 29. Januar um Mitternacht können die Aktien angedient werden. Sollte die von Macquarie festgelegte Schwelle erreicht und die Übernahme vollzogen werden, ist auch die zunächst mit einer Gegenofferte angetretene BC Partners mit im Boot: Sie soll mit 50 Prozent beteiligt werden. Vorstand und Aufsichtsrat von Techem stehen nach anfänglichem Zaudern hinter der Offerte.

Doch die Mindestannahmequote werde wohl schon deswegen nicht erreicht, weil zu viele Fonds, darunter einige mit substanziellen Positionen, investiert seien, schrieb die Börsen-Zeitung. Hedgefonds dürften Schätzungen zufolge etwa 40 Prozent der Techem-Aktien halten. Elliott hatte zuletzt eine Beteiligung von knapp 5,63 Prozent gemeldet, Sandell Asset Management eine von 5,09 Prozent. Es sei unrealistisch, dass sich die Marktteilnehmer absprächen und genau so viele Aktien andienten, dass diese Schwelle gerade erreicht werde.

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