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21.03.2014

14:35 Uhr

Übernahmeangebot

Sana interessiert sich für Rhön-Klinikum und Asklepios

Die Klinikkette Sana zeigt Interesse an der Übernahme von zwei Konkurrenten. Rhön-Klinikum und Asklepios wollen allerdings nicht verkaufen. Sanas Finanzchef meint: Der Umbruch am Krankenhausmarkt ist noch nicht vorbei.

Der Schriftzug der Rhön-Klinikum AG, aufgenommen in Bad Neustadt an der Saale: Die Klinikkette Sana zeigt Interesse an einer Übernahme. dpa

Der Schriftzug der Rhön-Klinikum AG, aufgenommen in Bad Neustadt an der Saale: Die Klinikkette Sana zeigt Interesse an einer Übernahme.

FrankfurtDie Münchener Sana Kliniken haben Interesse an den Konkurrenten Rhön und Asklepios signalisiert und damit am Freitag für Wirbel in der deutschen Krankenhausbranche gesorgt. Aktuell sei eine Übernahme beider Konkurrenten kein Thema, aber mittelfristig müssten sich alle Beteiligten in der Klinikbranche Gedanken über weitere Zusammenschlüsse machen, sagte Sana-Finanzchef Thomas Lemke in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. „Es gibt viele objektive Gründe, die rationale Menschen dazu veranlassen, darüber einmal nachzudenken.“

Rhön-Klinikum und Asklepios wollen von einem Verkauf an Sana allerdings nichts wissen. „Wir freuen uns, dass der Markt unser Portfolio und unsere Perspektive als attraktiv wahrnimmt“, sagte ein Rhön-Sprecher. Das Unternehmen fühle sich aber stark genug, „unseren Weg alleine zu gehen“.

Asklepios-Eigentümer Bernard Broermann habe ebenfalls keine Pläne, seine Firma loszuschlagen, erklärte ein Sprecher des Unternehmens. „Der Alleingesellschafter hat grundsätzlich kein Interesse zu verkaufen und hat das auch langfristig abgesichert.“

Sana-Finanzchef Lemke ist dagegen der Ansicht, dass der Umbruch am deutschen Krankenhausmarkt noch lange nicht vorbei ist. Der Gesundheitskonzern Fresenius hat kürzlich einen Großteil der Rhön-Krankenhäuser für rund drei Milliarden Euro übernommen und ist damit zum mit Abstand größten privaten Klinikbetreiber in Deutschland aufgestiegen.

Die ganze Branche müsse sich deshalb Gedanken machen, wie es mit den verbliebenen Krankenhäusern von Rhön weitergehe. „So, wie es jetzt ist, wird es nicht bleiben“, sagt der Finanzchef des drittgrößten privaten Klinikbetreibers in Deutschland. „Wir hätten an einzelnen Häusern Interesse.“

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